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Donnerstag, 12. September 2013

Apfel-Wein-Kuchen mit Zimtstreuseln als Geburtstagskuchen


Geburtstage geben mir immer die Anlässe, mich beim Kuchenbacken auszutoben. Dann fange ich an, in meiner Phantasie die spannensten Kreationen zu entwickeln und dies mal wünschte sich mein Mann ganz simpel einen  APFELKUCHEN MIT STREUSELN. Hm, also doch keine dreistöckige Torte von einem anderen Stern.

Dabei war ihm ein ganz besonderer Kuchen in Ererinnerng geblieben, und zwar einen mit Weinkompott. Das Rezept dafür fand ich auf einem anderen Blog, nämlich bei "Verboten gut". Und genauso habe ich es gemacht - nur ohne Rosinen, die das Geburtstagskind überhaupt nicht mag, dafür mit einer großen Extraportion Zimt. Der muss bei Apfelkuchen einfach sein.

Alles klappte bestens. Sowohl der Mürbeteig, hier mit Ei zubereitet, als auch der Streuselteig hatten eine optimale Konsistenz. Ich habe den Kuchen in einer 16er-Form gebacken und dafür einfach die Hälfte der Zutaten genommen. Das sollte ich jedoch schwer bereuen, da der Kuchen so schnell aufgegessen war, dass ich selbst nicht mal zum probieren kam. Alle forderten Nachschub, also backte ich ihn erneut als kleine Törtchen in einer Muffinform. Diesmal ersetzte ich ein Drittel des Weißweins mit Apfelsaft. Er wurde noch besser!



Zutaten


Mürbeteig
  • 150 g Mehl
  • 50 g kalte Butterwürfel
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise gemahlene Vanille
  • 1 Ei

Füllung
  • 3-4 große Äpfel
  • 1 Prise Zimt
  • 25 g Butter
  • 1/2 Pck. Vanillepudding
  • 1/4 l Weißwein (oder 2/3 Weißwein, 1/3 Apfelsaft)

Streusel
  • 75 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 50 g Zucker
  • Zimt 

 

Zubereitung

  1. Mehl, Butter, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und die Eier mit den Händen zu einem Mürbeteig verkneten. Teig in Folie wickeln und ca. 30 Min. im Kühlschrank kaltstellen.
  2. Die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. In Butter und Zimt in einem Topf bei kleiner Hitze kochen bis ein stückiges Apfelkompott entsteht.
  3. Den Vanillepudding nach Packungsanleitung mit Wein zubereiten und abkühlen lassen.
  4. 16er Springform einfetten und den Mürbeteig darin ausrollen und einen ca. 3cm hohen Rand hochziehen. Jetzt erst den abgekühlten Pudding auf den Teig geben und verteilen, dann das ebenfalls abgekühlte Apfelkompott auf dem Pudding verteilen.
  5. Mehl, Zucker, Zimt und kalte Butter zu Streuseln verarbeiten und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Anschließend im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 40 Min. backen.


Samstag, 17. November 2012

Muschelnudeln - Zimt-Kastanien - Weißweinschaumsauce - Geschmorte Apfelperlen - Calvados

 
Dieses Gericht erfordert etwas Aufwand, der aber belohnt wird! Eine Kastanienfüllung gewürzt mit Zimt und Muskat in Muschelnudeln und mit gutem Gruyere überbacken. Dazu eine cremige, schaumige Weißweinsauce mit Calvados aromatisiert und Apfelperlen. Etwas ganz Besonderes für festliche Runden oder auch um den Alltag zu bereichern.

Mein Beitrag für den Braunen November des Cookbook of Colors.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors




Zutaten

Für die Nudeln


  • 14-16 Stück Muschelnudeln
  • 1 EL Butter
  • 200 g Kastanien, vorgegart und vakuumverpackt
  • 200 g Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Muskat
  • Salz und Pfeffer
  • 50 g Gruyere


Für die Sauce

  • 100 ml Weißwein
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 300 ml Sahne
  • 4 cl Calvados

Für die geschmorten Äpfel

  • 1/2 Apfel
  • 1/2 EL Zucker
  • 15 g Butter
  • 50 ml Butter


Zubereitung

  1. Muschelnudeln nach Packungsanleitung al dente kochen. Abgießen und mit kaltem Wasser abbrausen.
  2. Kastanien vierteln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Butter in einer Pfanne zerlassen und Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Kastanienstücke dazu geben, kurz mit braten. Von der Kochstelle nehmen und Hackfleisch darunter mischen, mit Salz, Muskat und Zimt würzen.
  3. Eine Ofenform mit Butter ausstreichen. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Muschelnudeln mit dem Kastanien-Hackgemisch füllen und in die Form setzen. Den Gruyerekäse darüber hobeln. Ca. 20 Minuten backen.
  4. Inzwischen für die Sauce Weißwein und Geflügelfond auf 50 ml einkochen. Mit dem Rahm aufgießen und alles auf 300 ml einkochen. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit dem Calvados parfümieren.
  5. Für die Apfelperlen aus dem geschälten halben Apfel mit einem Pariserlöffel Kugeln ausstechen. Mit Zucker, Butter und Weißwein zugedeckt kurz aufkochen, dann den DEckel abheben und die Apfelperlen im Fond glasieren.
  6. Die Muschelnudeln in vorgewärmte Teller setzen. Die Sauce mit einem Pürierstab 1 Minute aufschäumen und die Nudeln damit überziehen. Mit Apfelperlen garnieren. Nach Belieben Zimt und gehobelter Gruyere darüber streuen.


Freitag, 19. Oktober 2012

Flammende Kaki-Torte mit Safran-Joghurt-Sahne


Diese Torten-Kreation sieht toll aus und schmeckt dazu auch noch umwerfend gut. Kakis sind meine absoluten Lieblingsfrüchte. Am liebsten beiße ich in sie wie in einen Apfel schmatzend hinein, doch eine Torte hatte ich bislang noch nie mit ihnen gemacht.

Auf einen schnell zubereiteten Keksboden kommt die Füllung aus Joghurt, Sahne, Wein und Safran. Ein Genuss die Schüssel mit dem Löffel auszukratzen, das versprech ich euch. Bevor die Joghurtcreme nun auf den Boden kommt, schneidet man die Kakifrucht in Halbkreis und ummantelt damit den Springformrand, was besonders schön aussieht, wenn man die Kakischeiben leicht übereinander schiebt.

Das Lösen des Springformrands am nächsten Tag stellt überhaupt kein Problem dar.Die Früchte bleiben an der Torte haften. Nun garniert man die Torte mit zusätzlich Kaki und Physalis, die mit auseinandergezogenen Blättern ein bisschen wie Flammen aussehen.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors
 
Diese quitschorange Torte ist mein Beitrag zum Blog-Event Cookbook of Coulours mit der Farbe Orange im Oktober.


 

Zutaten (für eine Springform 16 cm Durchmesser)
  • 80 g Butterkekse
  • 80 g Butter 
  • 6 Blatt weiße Gelantine
  • 300 g Vollmilch-Joghurt 
  • 75 g Zucker
  • 2 EL Orangensaft
  • 1 Msp. gem. Vanille
  • 200 ml Sahne
  • 1 Prise Safran
  • 3 EL Weißwein
  • 2 Kakis
  • 8-10 Physalis  

Zubereitung
  1. Den Springformboden mit Backpapier auskleiden.
  2. Kekse in einem Mixer zerleinern. Butter in einem Topf zerlassen. Kekse mit der flüssigen Butter vermischen. Auf den Springformboden geben und glatt drücken.
  3. Gelantine in kaltem Wasser einweichen. Joghurt mit Zucker, Safran, Orangensaft und Vanille verrühren.
  4. Weißwein in einem Topf erhitzen und Gelantine darin auflösen. Langsam unter den Joghurt rühren und kalt stellen.
  5. Sahne steif schlagen. Wenn der Joghurt zu gelieren beginnt, die Sahne unterziehen.
  6. Eine Kaki längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Den Springformrand damit auskleiden. Die Scheiben können sich ruhig überschneiden. Den Rest der Frucht klein würfeln und unter das Joghurt-Sahne-Gemisch rühren. Die Creme auf den Keksboden geben, glatt streichen und über Nacht in den hlschrank stellen.
  7. Am nächsten Tag den Springformrand mit Hilfe eines Messers vorsichtig lösen. Die zweite Kaki ebenfalls in düne Halbkreisscheiben schneiden und die Kaki damit belegen. In die Zwischenräume die ausgebreiteten Physalis setzen.
 

Dienstag, 24. Januar 2012

Pasta in einer cremigen Sauce mit Walnüssen, Erbsen und Speck

Pasta ist dazu prädistiniert schnell, furchtbar lecker und (er)füllend zu sein! Rezepte, die man nicht mal in vielen italienischen Restaurants zu probieren bekommt, kommen mir immer sehr recht.

Dieses Rezept fand ich besonders toll, ein wahrer Pastatraum mit Walnüssen, Erbsen und Speck. Etwas Knoblauch und Parmesankäse zaubern eine letzte Würze in das Gericht.

Wer TK-Erbsen nimmt, sollte die Erbsen vorher blanchieren und dann mit kaltem Wasser abschrecken, damit sie ihre schöne grüne Farbe nicht verlieren.

Was gibt es schöneres als vor einem schönen Teller wohl duftender Pasta zu sitzen?


Zutaten
  • 500 g Pasta (Fettuccine)
  • 60 g gehackte Walnüsse
  • 30 g Butter
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 4 Scheiben Speck, gehackt
  • 180 ml trockener Weißwein
  • 250 ml Sahne
  • 3 EL geriebenen Parmesan
  • 250 g Erbsen


Zubereitung

  1. Die Pasta in einem großen Topf mit sprudelndem Salzwasser al dente kochen. Aptropfen und wieder in den Topf geben.
  2. Unterdessen die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Umrühren, damit sie nicht anbrennen. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
  3. Die Butter in einer großen Pfanne zerlassen. Die Zwiebel und den Speck zugeben, und die Zwiebel weich dünsten. Den Speck anbräunen. Den Knoblauch zugeben und 1 Minute dünsten.
  4. Den Weißwen und die Sahne zugießen, aufkochen lassen. Die Erbsen zugeben und 1 Minute köcheln lassen. Die Sauce, den Parmesan und die Walnüsse unter die Pasta heben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Mittwoch, 4. Januar 2012

Gnocchi-Brokkoli-Gratin mit Käse-Mohn-Hackbällchen und Preiselbeeren

Dieses Essen ist genau das richtige Essen, wenn Winterorkane die Dachziegel klappern lassen.

Erstens ist es wunderschön bunt! Grüner Brokkoli gesellt sich zu roten Hackfleischbällchen, zu weißen Gnocchi und gelbem Käse.

Zweitens ist es ganz außergwöhnlich. In die Hackbällchen kommt etwas Mohn hinein, ungemahlenen, den man toll herausschmeckt sowie Schafskäse. Die Sahne in der Hackmasse erinnert mich an Köttbullar und macht die Bällchen schön zart.

An die schwedische Variante angelehnt ist auch die Idee mit den Preiselbeeren. Die kommen vor den Backen gleich auf die Hackbällchen drauf und ihr Geschmack ergänzt sich super zu dem Mohn, dem Käse und dem Fleisch. Da man nie genug haben kann (Spaß) kommt gleich noch eine Portion Cheddar auf die Bällchen.

Den Rest kann man auf dem Auflauf verteilen.


Wir haben Preiselbeeren zusätzlich zum Essen gereicht, weil es auch sehr sehr lecker ist, wenn die feine Sauce sich mit den Preiselbeeren vermischt.

Ein Gnocchiessen, total unitalienisch, für mich gibt es aber gerade kein besseres!!


Zutaten für 2 Personen
  • 100 g Hackfleisch
  • 100 g Schafskäse
  • 3 EL Sahne
  • 1 EL Mohn
  • 1 EL Semmelbrösel
  • 1/2 Zwiebel, geschält und gewürfelt
  • 1 EL Butterschmalz
  • 1/2 Brokkoli
  • 250 g Gnocchi
  • 125 ml Weißwein
  • 125 ml Brühe
  • 200 ml Sahne
  • 1 Lorbeerblatt
  • Mehl oder Stärke zum Abbinden
  • 50 g Preiselbeeren aus dem Glas
  • 50 g Cheddar
  • Salz und frisch gem. schwarzer Pfeffer


Zubereitung

  1. Hackfleisch mit dem Schafskäsel in eine Schüssel geben und mit einer Gabel durchkneten. Sahne, Mohn, Zwiebel und Brösel unterrühren, salzen und pfeffern.
  2. Mit den Händen kleine Bällchen formen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Hachbällchen von allen Seiten anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
  3. Brokkoli in Röschen teilen und in gesalzenem Wasser blanchieren. Kalt abschrecken und gut abtropfen lassen. Gnocchi kochen, bis sie eben gar sind.
  4. In der Pfanne der Hachbällchen Weißwein und Brühe aufkochen. Lorbeerblatt hinzufügen. Sahne unterrühren und etwas einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblatt entfernen. Mit Mehl oder Stärke beliebig dick abbinden.
  5. Gnocchi und Brokkoliröschen in eine Auflaufform geben. Die Sauce darüber verteilen. Die Hachbällchen dazwischen legen und mit einem Teelöffel auf jedes Hackbällchen einen Klecks Preiselbeeren geben. Der Rest der Preiselbeeren ist zum Servieren. Cheddar auf den Bällchen verteilen.
  6. Den Auflauf im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen lassen.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Ein Adventsmenü, das von Herzen kommt.

Wir wollten uns bedanken! Für so viel Unterstützung und Mithilfe. Deswegen gab es ein großes Menü und zu jedem Gang ein Herz, als Zeichen unserer Liebe und Dankbarkeit.

Gibt es denn was schöneres, als bei Kerzenschein besinnlich beieinander zu sitzen und einen festlichen Gaumenschmaus zu sich zu nehmen? Für die Gäste nein, und ist das auch möglich für die Köchin?


Mit diesem Menü definitiv, denn alles lässt sich super vorbereiten. Es gab:

Pilzrahmsüppchen mit Trüffelöl und Herzcroutons

Schweinefilet mit Walnuss-Honig-Kruste, Lebkuchen-Preiselbeer-Rotwein-Sauce und Polentaherzen

Warme Safran-Vanille-Birnen mit Herzwaffeln und Vanilleeis

All diese Gerichte hatte ich vorher noch nie gekocht gehabt und trotzdem sind sie sehr gelungen. Bei der Suppe nahm jeder einen zweiten Nachschlag, so dass der Suppentopf am Ende wirklich ausgekratzt war. Auch Hauptgang und Dessert mundeten vorzüglich. Aber schaut selbst:


1. Gang: Pilzrahmsüppchen mit Trüffelöl und Herzcroutons

Das Rezept für die Suppe habe ich von Jamie Oliver. Wie gewohnt sehr gut und einfach zuzubereiten. Man kann sich die Pilzsorten selbst aussuchen. Wir haben 500 g Champignons und 100 g Kräuterseitlinge genommen. Die Idee mit dem Trüffelöl kam von uns. Die Kombination des Trüffelgeschmacks und der Pilze ist unschlagbar!


Zutaten für 4 Personen
  • 1 handvoll getrocknete Steinpilze
  • 600 g gemischte frische Pilze
  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • frischer Thymian
  • 1 EL Butter
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 2 EL Mascarpone oder Creme fraiche
  • 4 Scheiben Toast
  • 2 EL Butter
  • 1 Plätzchenherzform
  • Trüffelöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer


Zubereitung

  1. Die getrockneten Pilze mit kochendem Wasser überbrühen und 15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben, die Flüssigkeit dabei auffangen.
  2. Die frischen Pilze klein schneiden. Olivenöl in einen schweren Topf erhitzen und die Pilze 1 Minute anbraten. Zwiebel und Knoblauch schälen, würfeln und mit etwas frischem Thymian, den eingeweichten Pilzen und der Butter zu den Pilzen geben. Salzen, so dass Flüssigkeit austritt. Die Pilzeinweichflüssigkeit dazugeben und 20 Minuten köcheln lassen.
  3. Die Brühe dazu geben, den Topf mit einem Deckel verschließen und weitere 20 Minuten köcheln lassen.
  4. Mit einer Keller ein Paar Pilzstücke herausnehmen und den Rest pürieren. Mascarpone oder Creme fraiche unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Aus dem Toast vier Herzen ausstechen. Butter in einer Pfanne zerlassen und den Toast von beiden Seiten ausbacken.
  6. Suppe in einer Schüssel anrichten, Pilzstücke und einen Klecks Creme friache in die Mitte geben. Mit Herzcroutons und Thymian dekorieren. Etwas Trüffelöl auf der Suppe verteilen.


2. Gang: Schweinefilet mit Walnuss-Honig-Kruste, Lebkuchen-Preiselbeer-Rotwein-Sauce und Polentaherzen

Das Rezept für die Walnusskruste in von Johann Lafer und eigentlich für Ente gedacht. Ich mag jedoch keine Ente und habe mich deswegen für Schweinelende entschieden, was auch super funktioniert hat.

Dazu gab es eine würzig-fruchtige Sauce, die ich u.a. mit Lebkuchengewürz aromatisiert habe. Die war meine Idee gewesen und passte sehr, sehr gut zum Walnuss-Honig-Fleisch.

Die gebratenen Polentaherzen waren eine super Beilage, da man mit ihnen auch schön die Sauce aufstippen kann. Eventuell würde ich das nächste mal die doppelte Polentamenge machen, weil für jeden nur ein großes Herz herausgekommen ist. Jeder wurde satt, aber bei Herzensangelenheiten kann doch fast niemand nein sagen, insofern wäre ein zweites ganz nett gewesen. :)


Zutaten für 4 Personen

Für das Fleisch
  • 1 kg Schweinelende
  • 100 g Walnüsse, gemahlen
  • 60 g Butter
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 80 g Honig
  • 2 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian


Für die Sauce

  • 2 EL Butter
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 ml Kalbsfond (aus dem Glas)
  • 250 ml Rotwein
  • frischer Thymian
  • frischer Rosmarin
  • 3 Nelken
  • 2 Sternanis
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 3 EL Preiselbeeren aus dem Glas
  • 1 EL Creme fraiche
  • eventl. Saucenbinder
  • Salz, Pfeffer


Für die Polenta

  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 125 g Polenta
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 1/2 Bund frische Petersilie
  • Olivenöl
  • 30 g Butter
  • eine große Herzform, z.B. für Ravioli oder Spiegeleier


Zubereitung

  1. Zuerst die Polenta vorbereiten. Brühe aufkochen, Polenta einstreuen und bei niedriger Hitze unter Rühren 15 Minuten quellen lassen. Mit Parmesan und der klein geschnittenen Petersilie vermischen. Ein Blech oder eine runde Kuchenform mit Olivenöl ausstreichen und die Polenta darin verteilen. Mindestens eine Stunde lang kühl stellen.
  2. Für die Kruste Walnüsse, Brühe, Honig, Butter und Sojasauce miteinander vermischen, aufkochen, bis ein dicker Sirup entsteht.
  3. Butter in einer Pfanne zerlassen und das Fleisch von beiden Seiten scharf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und mit Kräutern in Alufolie wickeln. In eine ofenfeste Form setzen. Ofen auf 180 Grad vorheizen und das Fleisch für ca. 20 Minuten darin garen. Heraus nehmen, die Folie öffnen und mit der Paste bestreichen. Für weitere 10-15 Minuten im Ofen backen. Die Kruste sollte fest sein und das Fleisch innen zartrosa.
  4. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein würfeln. In der Fleischpfanne anbraten. Mit Fond und Rotwein ablöschen und restliche Gewürze dazutun. Bei niedriger Hitze ca. 20 Minuten einköcheln lassen. Dann Preiselbeeren unterrühren. Wem die Sauce noch zu flüssig ist, kann sie nach beliebiger Art (Mehl, Stärke, Industriesaucenbinder) andicken. Mit Creme fraiche, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Aus der Polentamasse mit einer Form große Herzen ausstechen. Butter in einer Pfanne zerlassen und Herzen von beiden Seiten braten.
  6. Fleisch aus dem Ofen holen und für jede Person in 3 dicke Scheiben schneiden.
  7. Sauce und Polenta auf einem Teller anrichten. Fleischstücke auf die Sauce setzen.


3. Gang: Warme Safran-Vanille-Birnen mit Herzwaffeln und Vanilleeis

Ich habe die Birnen bereits am Vortag zubereitet, so konnten sie über Nacht schön durchziehen. Wichtig ist frische Vanille zu verwenden, was ich das nächste mal ganz sicherlich tun werde. Das Rezept habe ich von den Küchengöttern.

Warme, nach Zimt duftende Waffeln, nach Safran schmeckende Birnen und köstliches, schmelzendes Vanilleeis, das ist Sinnlichkeit pur!


Zutaten

  • Vanilleeis

Für die Waffeln (ca. 10 Stück)
  • 250 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • Vanillearoma
  • 1 Prise Zimt
  • 3 Eier
  • 100 g Butter, zerlassen
  • Butter zum ausbacken


Für die Birnen

  • 6 Birnen
  • 600 ml Wasser
  • 250 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 TL Safran
  • 1 Limette


Zubereitung

  1. 600 ml Wasser und den Zucker unter gelegentlichem Rühren bei starker Hitze in einem weiten Topf zum Kochen bringen. Dann die Hitze zurücknehmen, sodass der Sirup nur mehr leicht köchelt. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, Mark mit dem Messer herauskratzen und samt Schote zum Zuckersirup geben. Limette auspressen und den Saft sowie die Safranfäden ebenfalls zugeben.
  2. Die Birnen entweder halbieren oder vierteln, dann entkernen und schälen, zum Sirup geben. Abgedeckt darin je nach Größe in bis zu 30 Minuten weich köcheln lassen, dabei die einzelnen Birnenstücke ab und zu behutsam mit zwei Löffeln umdrehen. Sie sind fertig, wenn man beim Hineinstechen mit der Messerspitze kaum mehr Widerstand spürt (sie sollen aber auch nicht zerfallen).
  3. Birnenstücke vorsichtig in ein hohes Gefäß geben (Einmachgläser eignen sich gut) und mit dem Sirup übergießen, bis alle Früchte bedeckt sind. Abkühlen lassen, dann abgedeckt im Kühlschrank mindestens über Nacht durchziehen lassen - erst dann nehmen sie die sonnengelbe Farbe des Safrans richtig gut an. Je länger man die Birnen im Safran-Vanille-Sirup ziehen lässt, desto ausgeprägter wird ihr unbeschreibliches Aroma (weshalb es sich auch immer lohnt, gleich mehr davon zuzubereiten!).
  4. Für die Waffeln Mehl, Zucker, Vanille und Zimt in eine Schüssel geben. Unter Rühren einzeln die Eier dazugeben. Zum Schluss die Butter. Ein Waffeleisen einfetten und die Waffeln ausbacken.
  5. Pro Teller eine warme Waffel mit 2-3 Birnenviertel und Vanille-Eiscreme servieren. Ein wenig Sirup darüberträufeln.

Samstag, 22. Oktober 2011

Pute mit Maronen-Salbei-Apfel-Zimt-Füllung in Rotwein-Feigen-Sauce

Vom Tisch direkt auf den Blog, so muss das mit absolut köstlichen und unbedingt nachzukochenden Rezepten sein!

Diese Maronenfüllung ist traumhaft und schmeckt total nach Weihnachten: Zimt, Honig, Apfel und Salbei passen toll zu den nussigen Maronen. Übrigens empfehle ich nicht die vorgegarten und vakuumierten Maronen, die schmecken einfach nicht so intensiv wie selbst zubereitete...

Die Sauce ist eine Rotweinsauce mit getrockneten Feigen, die durch das Garen im Wein schön prall werden. Alles zusammen ist einfach soooo lecker, dass ich das bestimmt noch mal für Freunde nachkochen werden.

Statt Putenschnitzel kann man auch Schweinelende füllen.

Wir haben heute Abend Kartoffelbrei dazu gegessen, natürlich nicht welchen aus der Tüte...


Zutaten
  • 2 Putenschnitzel
  • gemahlener Kreuzkümmel
  • 200 g gegarte Maronen
  • 1 Prise Zimt
  • 2,5 EL Honig
  • 1 EL frischer, gehackter Salbei
  • 1/2 Apfel
  • Salz & frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 g getrocknete Feigen
  • 200 ml Brühe
  • 150 ml Rotwein
  • 2 EL Sahne
  • 2 TL Mehl

Zubereitung
  1. Ofen auf 200 Grad vorheizen.
  2. Putenschnitzel flach klopfen. Mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel auf beiden Seiten würzen.
  3. 100 g Maronen würfeln. Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden. In einer Schüssel mit 1,5 EL Honig, Salbei, Zimt, Salz, Pfeffer und Apfelstücke vermengen. Putenschnitzel mit der Füllung bestreichen und aufrollen. Mit Zahnstocher oder einer Schnur befestigen.
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauchzehe schälen und mit einem Messerrücken zerquetschen, in das Öl geben. Putenrouladen von allen Seiten anbraten. Restliche Maronen und Feigen in die Pfanne geben. Mit 1 EL Honig beträufeln. Brühe und Wein angießen und kurz aufkochen lassen. Alles in eine ofenfeste Form geben und mit Alufolie bedecken. 15-20 Minuten garen lassen.
  5. Fleisch aus der Sauce nehmen, in eine Schüssel geben, mit der Folie abdecken und im Ofen warm halten. Sauce in einen Topf gießen und Sahne dazugeben. Mehl mit einem Schneebesen unterrühren und aufkochen lassen, bis die Sauce eindickt.
  6. Fleisch auf einem Teller anrichten und mit der Sauce bedecken.

Montag, 17. Oktober 2011

Rotwein-Balsamico-Schalotten

Ich liebe dieses Rezept! Deswegen ist es höchste Zeit, dass ich es blogge.

Schalotten in Rotwein und Balsamico geschmort.

Es empfiehlt sich ein halbtrockener bis trockener Rotwein zu verwenden, weil durch den Zucker die Schalotten schon sehr süß werden.

Italienische Antipasti, total lecker, sehr schnell zubereitet und begeistert jeden zu Tisch. Man kann sie auch als Beilage zu einem Fleischgericht servieren.

Am besten schmecken sie mir lauwarm.



Zutaten
  • 600 g Schalotten
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zucker
  • 4 EL Balsamico-Essig
  • 2 Thymianzweige
  • 2 Rosmarinzweige
  • Salz & Pfeffer
  • 200 ml Rotwein

Zubereitung
  1. Schalotten abziehen. In einem Schmortopf Öl erhitzen, Zwiebeln darin anbraten. Mit Zucker bestreuen und rundum karamellisieren lassen. Mit Balsamico abschlöschen und sirupartig einkochen.
  2. Thymian- und Rosmarinzweige dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Rotwein angießen, Schalotten zugedeckt bei kleiner Hitze in etwa 30 Minuten unter gelegentlichem Schütteln des Topfes weich schmoren. Eventuell noch etwas Rotwein hinzufügen.
  3. Zwiebeln zugedeckt abkühlen lassen.

Montag, 29. August 2011

Überbackene Quarkbirne in Zimt-Nelken-Sud


Dies ist ein Zwitter-Gericht. Man soll es sowohl als Dessert, als auch Vorspeise essen können. Ich wollte es jedoch als Hauptgericht, reduzierte deswegen den Zucker und mischte noch frische Petersilie unter die Käsemasse, für die man übrigens sehr gut auch Schafs- oder Ziegenkäse verwenden kann.


Zutaten
  • 3 große reife Birnen (z. B. Williams)
  • 1 Zitrone
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 6 EL Zucker
  • 1/2 Zimstange
  • 2 Nelken
  • 100 g alter Gouda
  • 2 Eier
  • 80 g Magerquark
  • Pfefffer
  • Butter für die Form

Zubereitung
  1. Die Birnen schälen, halbieren und das Kerngehäuse großzügig entfernen. Zitrone auspressen. Den Saft mit Wein, 2 EL Zucker, Zimtstange und Sternanis in einem breiten Topf einmal aufkochen lassen. 4 Birnenhälften hineingeben und offen bei schwacher Hitze ca. 10 Min. dünsten. Herausheben. Die übrigen Birnenhälften klein würfeln. Mit 1 EL Zucker und 2-5 EL Weinsud offen in ca. 20 Min. weich dünsten. Mit einer Gabel zerdrücken und auskühlen lassen.
  2. Den Backofen auf 200° vorheizen, die Förmchen fetten. Gouda fein reiben. Eier trennen. Die Eiweiße steif schlagen, dabei 2 EL Zucker einrieseln lassen. Die Eigelbe mit 1 EL Zucker schaumig rühren. Quark, Birnenmus und Gouda einrühren, den Eischnee unterheben. Die Masse in die Birnenhälften füllen. Diese in die Förmchen setzen und im heißen Ofen (Mitte, Umluft 180°) in 20-25 Min. goldgelb backen. Mit Pfeffer übermahlen. Nach Wunsch mit Preiselbeerkompott servieren.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Ras el-Hanout-Huhn mit Trauben und Wein à la creme mit halbgeschmolzenen Mozzarella und Safran bestäubt

Was man manchmal so kreiert, kann ganz schöner Murks sein. Manchmal ist man aber auch total überrascht von einem ziemlich tollen Ergebnis. So ergings mir letztes Jahr mit meinem deftigen Brombeersaucen-Gericht (bin ich froh, dass es diesen Blog gibt und ich somit das Rezept notiert hab!), so ergings mir gestern zu einem deftigen Traubensaucen-Gericht.

Ras el-Hanout ist ein arabisches Gewürz und heißt, so wikipedia, "der Chef des Ladens". Man hat es mir aus dem Marokkourlaub mitgebracht und das einzige was ich wusste war, dass man sehr gut Fleisch damit würzen kann.

Volltreffer! Ras el-hanout bezaubert, zu Hühnchen passt es wie die Faust aufs Auge. Die übrigen Bestandteile des Gerichts sind eine Inspiration von einer Vorspeise aus einem Frankfurter Restaurant: Traubensauce-Mozzarella-Safranfäden. Ja, welcher Koch auch immer sich das ausgedacht hat, es schmeckt wundervoll.

Aus der Türkei habe ich mir erst ein Sackerl Safran mitgebracht. Ja wirklich, es ist ein kleines Sackerl, gefüllt mit gelbem Safranstroh, für ganze 2 Euro. Ich wusste schon, als ich den Preis hört, dass der Inhalt nicht wirklich qualitativ sein könnte. Aber für die Zwecke des gestrigen Abends hats gepasst.

Ich entschied mich für eine Rotweinsauce, obwohl ich eher zu Weißwein tendiert hatte. Nun war die Rotweinflasche aber schon offen gewesen und rückblickend betrachtet glaube ich, dass Rotwein viel besser gepasst hat, als dass es Weißwein hätte tun können. Dieses Gewürz braucht einfach einen starken Untergrund. :) Einen Klecks Honig hat die Sauce wiederum etwas abgemildert.

Letztendlich war ich so begeistert von dieser Kreation, dass ich dieses Gericht ganz sicher für Freunde kochen werde. Dann krieg ich vielleicht auch wieder was aus dem nächsten Urlaub mitgebracht! :-)

Zutaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Butter
  • 200 g Hähnchenbrust
  • 1 EL ras-el-hanout
  • 200 g rote und grüne Trauben
  • 100 ml Rotwein
  • 100 ml Brühe
  • 1 EL Honig
  • frischen Thymian
  • 100 g Creme fraiche
  • 1 Kugel Mozzarella
  • Safranfäden
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung
  1. Frühlingszwiebeln von den Enden befreien und in Röllchen schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln. Butter in einer Pfanne erhitzen und Frühlingszwiebeln und Knoblauch darin anbraten.
  2. Hähnchenfilet in 3 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und in der Pfanne anbraten. Mit dem ras-el-hanout von allen Seiten bestreuen und weitere 5 Minuten braten.
  3. Trauben halbieren und in die Pfanne geben. Wein und Brühe aufgießen, Thymian und Honig hinzufügen und kurz aufkochen. Hähnchen herausnehmen und die Sauce bei offenem Deckel und mittlere Hitze 15 - 20 Minuten einreduzieren lassen. Creme fraiche und Hähnchen zur Sauce geben und kurz erwärmen. Mit Salz und frisch gemahlenen Pfeffer abschmecken.
  4. Mozzarella in Scheiben schneiden und auf das Fleisch legen. Ein Deckel auf die Pfanne legen, um den Mozzarella etwas zum schmelzen zu bringen.
  5. Fleisch und Sauce auf einem Teller anrichten und mit Safranfäden bestreuen.

Samstag, 18. Juni 2011

Regenbogenrisotto - mit indischen Gewürzkirschen, Safran, Minze und Lavendelkäse

Das Wetter beeinflusst maßgeblich unser Essen. So ist es doch. Ist es kalt und stürmisch mögen wir Suppen und Deftiges, bei 35 Grad im Schatten schaffen wir grad so ein Stück Obst und vielleicht noch eine kleine Portion grünen Salat.

Auf dem Nachhauseweg begegnete mir ein Regenbogen und ich hatte zufällig meine Kamera dabei. Als ich ihn so betrachtete, wusste ich plötzlich was ich später leckeres kochen würde.

Regenbogenrisotto. Ja, das Wetter bestimmt was auf den Tisch kommt...


Dabei hatte ich die Idee von Safranrisotto mit Kirschen sowieso schon die ganze Zeit im Kopf gehabt. Doch wie bekomme ich etwas blaues oder lilanes ins Gericht. Mit Lavendel, ist doch klar!

Dieses Risotto ist das leckerste was ich in der letzten Zeit probiert habe. Meine Intuition die Kirschen mit indischen Gewürzen einzukochen erwies sich genau richtig: Garam Masala, Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelken, Pfeffer usw., die in Butter angebraten werden und so sich ein ganz toller Duft entfaltet, mit etwas Rotwein und Kirschen aus dem Garten. Ein Gedicht der Extraklasse!! Und mit Honig und Lavendel auf Käse liegt man eh immer goldrichtig, das Gold ist direkt im Safranreis zu finden und die Minze passt hervorragend dazu. Was ein Gericht!


Und es sieht wahnsinnig schön aus, wenn man es regenbogenmäßig anordnet. Da merke ich gerade, dass ich den lila Käse über die Kirschen hätte anordnet müssen. Das muss ich noch mal üben! :)

Natürlich ist das so angerichtet eher eine Miniportion von einer Miniportion. Man kanns auch kantinenmäßig machen oder alles auf den Teller verfrachten (s.u.). Oder die Streifen dicker machen...


Zutaten

Für die Kirschen
  • 350 g entkernte Kirschen
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Butter
  • 1 TL gem. Garam Masala
  • 1/2 TL gem. Ingwer
  • 1/2 TL gem. Zimt
  • 2 grüne Kardamomkapseln
  • 2 Nelken
  • 3 schwarze Pfefferkörner
  • 2 TL Zucker
  • 3 EL trocknen Rotwein
  • 1 Lorbeerblatt

Für das Risotto
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 125 g Risottoreis
  • 2 EL Butter
  • 100 ml Weißwein
  • 350 ml Brühe
  • 1 TL-Spitze Safranfäden
  • 1 EL Butter

Für den Käse
  • 100 g Schafskäse
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Weißwein
  • 2 EL Mehl
  • frische Lavendelblüten

Außerdem
  • Öl
  • frische Minze

Zubereitung
  1. Für das Kirschragout Schalotte schälen und fein würfeln. Butter in einem Topf zerlassen und Schalottenwürfel anbraten. Die Gewürze dazu geben, unter Rühren in der Butter anbraten. Die Kirschen untermischen, bei hoher Hitze unter Rühren mitdünsten. Zucker dazugeben und etwas karamellisieren lassen Mit Rotwein ablöschen, Lorbeerblatt in den Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 20-25 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist und ein schönes Ragout entstanden ist.
  2. Für das Risotto Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. 2 El Butter in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch anbraten. Reis dazugeben und unter Rühren 3 Minuten mitbraten. Mit Weißwein ablöschen und die Flüssigkeit reduzieren lassen. Dann mit heißer Brühe nach und nach aufgießen, bis das Risotto gar ist. Ca. 20 Minuten. Kurz vor Ende den Safran mit 1 EL heißer Brühe in einer Tasse vermengen und unter das Risotto mischen. Zum Schluss 1 EL Butter unterrühren.
  3. Ofen auf 150 Grad vorheizen. Den Käse in 2 cm große Würfel schneiden. Honig und Weißwein erwärmen. Den Käse darin trunken und im Mehl wenden. 1 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Käse von allen Seiten 30 Sekunden anbraten. In eine Form geben und mit dem übrigen Honig-Weißwein-Gemisch beträufeln. Frische Lavendelblüten auf den Käse streuen und ca. 10 Minuten in den ausgeschalteten Ofen stellen.
  4. Frische Minze waschen und eventuell etwas klein schneiden.
  5. Nun alles nach den Farben des Regenbogens anordnen. Die richtige Reihenfolge lautet: Käse, Kirschen, Reis, Minze. Oder für Hungrige Reis in die Mitte geben, Kirschen darauflöffeln, Käse am Rand anordnen und mit Minze bestreuen.

Sonntag, 18. April 2010

Rotweinrisotto

Die meisten Risotti sind weiß.
Mein erstes Rotweinrisotto entstand eher nebenbei in einer Notsituation, als der letzte Rest Weißwein bereits ausgetrunken und nur noch etwas Rotwein aufzufinden war.

Was als Experiment anfing ist nun zu einem alteingesessenen Rezept geworden. Rotweinrisotto ist toll und für mich, im Vergleich zu Weißweinrisotto, ein Unterschied wie Tag und Nacht - eben rot und weiß.

Ich brauche nicht viel mehr zum Rotweinrisotto. Kein Radiccio, kein rotes Fleisch - ich mag mein Risotto pur, vielleicht höchstens noch mit etwas gehobelten Parmesan oben drauf, ansonsten steht das Rotweinrisotto einfach für sich.


Zutaten für 1 Person
  • 400 ml Fleischbrühe
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 20 g Butter
  • 125 g Risottoreis
  • 200 ml Rotwein
  • 25 g Parmesankäse

Zubereitung
  1. Brühe aufkochen. Zwiebel abziehen und fein würfeln. Öl und Butter in einem Topf aufschäumen lassen. Zwiebel zugeben und hellgelb dünsten. Den trockenen Reis zugeben und unter ständigem Rühren 2-3 Minuten dünsten.
  2. Rotwein zugeben und unter Rühren einkochen lassen. Eine Kelle heiße Brühe zugeben und so lange rühren, bis sie aufgesogen ist. Restliche Brühe kellenweise immer dann zugeben, wenn die Flüssigkeit im Risotto aufgesogen ist. Dabei umrühren.
  3. Parmesan hobeln und vorsichtig unter das Risotto rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.