Sonntag, 6. August 2017

Fantakuchen mit Pfirsichen aus der Springform



Ich erinnere mich an einen Kindergeburtstag, als mich meine Schwester mit einem Fantakuchen überraschte. Dieses Jahr sollte sich diese schöne Erinnerung wieder erfüllen, nur dass dieses Mal der Fantakuchen aus meiner eigenen Küche kam.

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch der K.D. Feddersen Stiftung aus Hamburg, in dem Bewohner und Mitarbeiter ihre Lieblingsrezepte gesammelt haben. Die Bewohnerin Josefinde Fey aus dem Saarland reichte dabei dieses Rezept ein.

Da eine Schwangere mit 9. Monat mit an der Kaffeetafel saß, bestreute ich nur die eine Hälfte des Kuchens mit Zimt, da Zimt Wehen auslösen soll. Der Kuchen war ein Gedicht und schneller aufgegessen als ich hinsehen konnte. Vor allem mein Schwiegervater war sehr angetan von ihm. Ich werden ihn ganz sicherlich wieder machen - und nicht nur zum Geburtstag!


 Zutaten
  • 250 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 4 Eier
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Pck. Natron
  • 150 ml Fanta
  • 125 ml Rapsöl
  • 1 große Dose Pfirsiche
  • 400 ml Sahne
  • 200 ml Schmand
  • 50 Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Zimt

Zubereitung
  1.   Zucker, Mehl, Eier, Vanillezucker, Backpulver, Natron, Fanta und Öl zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. In eine 26 cm große Springform geben und bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen. Kuchen aus der Form lösen und abkühlen lassen.
  2. Während der Kuchen backt, die Pfirsiche abtropfen lassen und die Hälften in Stücke schneiden. Schmand mit dem Zucker und Vanillezucker verrühren. Sahne steif schlagen, zusammen mit den Pfirsichen unter den Schmand heben.
  3. Die Sahne-Pfirsich-Masse auf den ausgekühlten Kuchen streichen. Mit Zimt bestreuen.

Sonntag, 16. Juli 2017

Tortelloni-Salat mit Guacamole und Nachos


Eigentlich war der Beitrag für den Blog-Event CXXII - Pastaglück gedacht, doch ich bin einen Tag zu spät, weswegen ich ihn jetzt einfach so veröffentliche.

Der Nudelsalat ist mexikanisch inspiriert. Eine Guacamole dient als Dressing für dick gefüllte Tortelloni. Tomaten, Paprika, Oliven, Mozzarella und Frühlingszwiebeln begleiten das Ganze und sorgen für den Frischekick. Auch Nachos befinden sich im Salat.

Wir haben ihn mit lieben Freunden an einem abendlichen Picknick am Neckar geteilt und er war ruckzuck aufgegessen. Sehr empfehlenswert und gut zum satt werden. Nach einer Nacht im Kühlschrank schmeckt er noch intensiver, auch wenn die Nachos im Salat nicht mehr ganz so knackig sind, aber das störte wirklich keinen. ;-)
 

Zutaten


  • 500 g getrockente Tortelloni
  • 250 g Kirschtomaten
  • 1 rote Paprikaschote
  • eine Handvoll schwarze Oliven, entkernt
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 Kugeln Mozzarella
  • 2 reife Avocados
  • 50 g Nachos
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Knobauchzehe 
  • 1 Limette
  • Salz, Pfeffer
  • Nachos zum Dekorieren

Zubereitung
  1. Die Tortelloni nach Packungsangabe kochen, abtropfen und auskühlen lassen. Währenddessen die Kirschtomaten halbieren, die Papirkaschote entgernen und in kleine Stücke schneiden, die Oliven in Ringe schneiden und die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden.
  2. Mozzarella abtropfen lassen und würfeln.
  3. Nachos in einem Plastikbeutel etwas zerbröseln.
  4. Avocadofleisch mit einem Löffel in eine Schüsse geben und mit einer Gabel zerdrücken. Knoblauchzehe hacken und zusammen mit dem Olivenöl unter die Avocado rühren. Mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Das Gemüse, den Mozzarella und die Nachobrösel unter die Nudeln mischen. Das Avocadodressing unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nachochips als Deko in den Salat reinstecken.


Samstag, 8. Juli 2017

Frittata mit Zucchini, Minze und Ziegenfrischkäse



Zu Beginn des Sommers ist es inzwischen zu einem Ritual geworden, den großen Kräuterkübel mit Erde zu befüllen und mit Kräuterjungpflanzen zu bestücken. Neben Salbei und Thymian, die zu meinen absoluten Lieblingskräutern gehören, darf auch Minze nicht fehlen. Doch was kann man mit Minze noch so anstellen, außer sie mit Rohrzucker, Rum und Limetten zu verstampfen und daraus einen köstlichen Mojito zu machen?

Die Frittata mit Zucchini, Erbsen und Ziegenkäse, ein Rezept von essen&trinken, gefiel mir auf den ersten Blick total gut. Dass Erbsen und Minze eine herrliche Kombination ergeben, hat bereits eine Erbsen-Minz-Supper bewiesen, die ich tatsächlich noch gar nicht geblogt habe.

Das Rezept ist vor allem für all jene gut, die eine große Menge Eier losbekommen wollen. Eine herrliche leichte Mahlzeit, die es bestimmt wieder geben wird, zu der gut Ciabatta passt.



Zutaten

  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400g Zucchini
  • 3 EL Olivenöl
  • 250 g TK-Erbsen, aufgetaut
  • 8 Stiele Minze
  • Salz, Pfeffer
  • 8 Eier
  • 150 g Ziegenfrischkäse

Zubereitung

  1.  Schalotten fein würfeln, Knoblauch fein hacken. Zucchini waschen und in 2 cm breite Dreiecke schneiden. Öl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen. Zucchini und Schalotten darin unter Rühren 3 Minuten anbraten.
  2. Minzblätter abzupfen und hacken. Knoblauch fein hacken und mit den Zucchini braten. Erbsen und Minze untermischen. Salzen und pfeffern.
  3. Eier verquirlen und in der Pfanne verteilen. Frischkäse in groben Stücken daraufgeben. Im vorgeheizten Ofen bei 220 Grad Ober- und Unterhitze 15 Minuten backen. Auf eine Platte geben.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Küss-den-Frosch-Einhorn-Kuchen zum Geburtstag


Es ist nun schon mehr als ein Jahr vergangen, als ich das letzte Mal etwas gepostet habe. In diesem Jahr ist sehr viel passiert: Ich habe geheiratet, war drei Monate in Mexiko, um ein Forschungsprojekt zu realisieren, habe meine Doktorarbeit so gut wie abgeschlossen und versuche täglich einen Spagat zwischen Geld verdienen, Unikram, der Versorgung des Hundes, den mein Mann in die Ehe mitgebracht hat, und Haushalt. Tatsächlich koche ich immer noch fast täglich, jedoch weitaus weniger kreativ und aufwändig. Schon gar nicht mehr komme ich dazu, schöne Fotos zu machen, denn mal ganz ehrlich: Handyfotos bei schlechtem Licht sind einfach nicht blogbar.

Ich gelobe Besserung, vor allem mir selbst gegenüber, denn so einen Blog zu führen ist eine schöne Sache. Man erstellt sozusagen eine Bibliothek, auf die man immer wieder zurückgreifen kann und kümmert sich um etwas, das einem wichtig ist und ein bisschen stolz macht. Dies wiederum tut einfach der Seele gut.

Für meinen ersten Blogeintrag nach 13,5 Monaten wähle ich dennoch einen sanften Einstieg. Ich möchte gerne eine Torte präsentieren, die vielleicht andere inspiriert - ohne Rezept, denn woraus der Kuchen besteht, der die Basis bildet, ist eigentlich egal. Er sollte einfach stabil sein und keine Sahnefüllungen beinhalten, damit die "Last", die sich auf ihm befindet, gut steht.

Diese Kuchenskulptur habe ich für meine Schwester und meinen Schwager gemacht, die mit Abstand von einem Tag Geburtstag haben. Das edle Einhorn steht für meine Schwester, der Frosch, der das Einhorn küssen möchte, für meinen Schwager. Ich hatte von der Hochzeitstorte für die beiden noch Esspapier mit Spitze übrig, das ich dem Einhorn vor das Horn gespannt habe.

Die Figuren habe ich aus Fondant gemacht und mit Puderfarben eingefärbt. Es ist wirklich wichtig, dass die Farben nicht flüssig sind, da die veränderte Konsistenz das Fondant nicht mehr brauchbar macht. Mithilfe von Zahnstochern kann man die Figuren dann auf den Kuchen setzen, damit sie nicht unfallen.




Samstag, 28. Mai 2016

Rote Bete Kuchen mit Schokolade und Tonkabohne



Das Buch "Glück ist backbar" von Marian Keyes ist wirklich mein absolutes Lieblingsbackbuch. Seitdem ich es besitze - und das sind jetzt schon ein paar Jahre - wollte ich immer schon den Rote Bete Kuchen backen. Ich mag süße Kuchen mit Gemüse, wie zum Beispiel mit Zucchini (als Cupcakes oder Kuchen mit Kräutern), mit Mais (auch von Keyes) oder Möhre (mit Datteln, mit Kokos, mit Orange und Kardamon, mit Banane oder der Supersaftige - mein Favorit. Im rohen Teig schmeckte die Rote Bete, trotz der mächtigen Portion Schokolade, auch gut raus - lecker! Ich konnte gar nicht aufhören vom Teig zu naschen. Im gebackenen Kuchen ist sie jedoch kaum zu schmecken, viel mehr gibt die Rote Bete dem Teig eine ganz weiche Textur.

Das Originalrezept sieht die Verwendung von jeweils 150 g hellem und dunklen Mascobado-Zucker vor. Ich verwendete stattdessen dunklen und weißen Rohrzucker und reduzierte dazu noch die Menge des weißen Zuckers. Weiterhin fügte ich dem Teig noch Zimt und Tonkabohne hinzu, den Zuckerguss rührte ich nicht mit Wasser, sondern Zitronensaft an.


Alle,  einschließlich mir, finden den Kuchen total lecker. Unbedingte Nachbackempfehlung!


Zutaten

  • 250 g gekochte Rote Bete (nicht in Essig oder Salzwasser eingelegt)
  • 100 g dunkle Schokolade
  • 125 g Butter
  • 150 g brauner Zucker
  • 120 g weißer Zucker
  • 3 Eier
  • 225 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 30 g Kakaopulber
  • 1 Prise Zimt
  • Abrieb einer halben Tonkabohnen (optional)
  • 1 Prise Salz
  • 150-200 g Puderzucker
  • Saft von einer Zitrone
  • rote Lebensmittelfarbe
  • bunte Zuckerperlen

Zubereitung
  1.  Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Form von 23 cm Durchmesser einfetten. Rote Bete raspeln. Schokolade in einer Schüssel über dem Wasserbad schmelzen lassen.
  2. Butter und Zucker schaumig schlagen- Eier nach und nach hinzufügen. Mehl, Backpulver, Kakao, Zimt und Salz vermischen und in den Butter-Eier-Mix sieben. Tonkabohnenabrieb unterrühren.
  3. Zuerst geraspelte Rote Bete, dann die geschmolzene Schokolade unterrühren. Teig in die gefettete Form geben und 35 Minuten backen. Kuchen aus der Form nehmen und abkühlen lassen.
  4. Aus Puderzucker, Zitronensaft und Lebensmittelfarbe einen zähflüssigen Zuckerguss herstellen. Den Kuchen damit überziehen und mit bunten Zuckerperlen dekorieren.



Samstag, 14. Mai 2016

Bärlauch-Quark-Spätzle mit Mini-Auberginen


Schon letztes Jahr hatte eine Freundin mir eine Spätzle-Hobel geschenkt, an die ich mich überhaupt nicht ran traute. Ich bestand auf eine persönliche Einführung ihrerseits und so zeigte sie mir nicht nur ihr persönliches Spätzle-Lieblingsrezept mit Quark, sondern auch wie man den Teig durch die Hobel jagt.

Ich kaufe NIE WIEDER fertige Spätzle!! Es gibt fast nichts besseres, als selbst gemachte Spätzle mit ganz viel Käse! Es darf auch mal ein Stück Camembert sein (laut meines Schwagers...). ;)


Da Bärlauch im Angebot war, kam ich auf die Idee Bärlauchspätzle herzustellen. Dafür hob ich unter den Teig den fein gehackten Bärlauch, aber dann entschied ich mich, alles noch mal zu pürieren, damit keine grünen Fitzel in der Hobel hängen bleiben. Ich musste noch entwas mehr Mehl zugeben, weil der pürierte Bärlauch einen großen Wasseranteil hatte.


Meine Schwester hatte noch Mini-Auberginen entstanden. Wir zweifelten zuerst, ob Bärlauch mit Auberginen überhaupt passen würde, aber das Ergebnis hatte zusammen mit geriebenen Emmentaler Potential zum Leibgericht. Gehackte Nüsse gaben dem Gericht noch einen gewissen Crunch.


Hier das Rezept für die Bärlauch-Quark-Spätzle:
 

Zutaten
  • 300 g Mehl
  • 250 g Quark
  • 4 Eier
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 1 TL Salz
  • 1 Bund Bärlauch, fein gehackte
  • 50-100 g Mehl extra

Zubereitung
  1.  Alle Zutaten in einer großen Schüssel vermischen und mit dem Stabmixer klein mixen.
  2. So viel zusätzliches Mehl dazu geben, bis der Teig schwer reißend vom Löffel fällt.
  3. In einem großen Top Wasser zu sieben geben und Spätzle in das Wasser hinein hobeln.
  4. Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, wenn die Spätzle an der Oberfläche schwimmen.
  5. Optional in einer Pfannze mit Zwiebeln anbraten und mit reichlich Käse verschmischen.


Sonntag, 27. März 2016

Mandarinen-Schmand-Creme mit Eierlikör




Wer noch ein Dessert oder Verwendung für den geschenkten Eierlikör sucht, ist bei diesem Rezept genau richtig. Ich habe die Mandarinencreme mit Schmand und Eierlikör das erste mal um Silvester rum bei meiner Schwiegermutter probiert und sie seitdem gefühlte hundert mal nachgemacht. Die Creme macht einfach süchtig und ist total schnell gemacht.

Das Rezept sieht zum süßen der Creme allein Vanillezucker vor. Da ich ein Süßmäulchen bin rühr ich unter die Creme immer noch 2-3 EL Zucker zusätzlich. Wer mag kann zum Servieren noch Eierlikör über die Creme träufeln und mit gehackten Mandeln dekorieren.

Am besten schmeckt sie, wenn sie eine Nacht im Kühlschrank durchgezogen ist.

Frohe Ostern!
 

Zutaten
  • 1 Becher Schmand (200g)
  • 1 Becher Sahne (200 ml)
  • 1 kleine Dose Mandarinen
  • 3 Päckchen Vanillezucker 
  • 60 ml Eierlikör 
  • Zucker und Eierlikör nach Belieben  

Zubereitung
  1. Mandarinen aus der Dose abtropfen lassen.
  2. Schmand mit, Eierlikör und Vanillezucker (sowie Zucker, wer es süßer haben möchte) verrühren.
  3. Sahne steif schlagen und unter die Schmandmassen heben. Mandarinen unterrühren. Kühl stellen.