Samstag, 13. März 2010

3-Gang-Menü: Kürbiskernfrischkäse - Schafskäsemöhrengnocchi in Minzsahne - Gebackener Ricotta mit Teerosinen

Das Gutes nicht teuer sein muss, ist ja bereits bekannt. Wie schön, dass dieser Event 3-Gang Menü für unter 9,99 das noch mal unterstreicht und an allerhand Beiträgen schöne Beispiele findet.

Die Rezepte sind alle für 2 Personen.

Als Vorspeise liebe ich Dinge zu "naschen". Deswegen gab es bei mir einen Dip aus Kürbiskernen, Frischkäse und Butter. Pro Person hat dieser ca. 2 Euro gekostet. Statt Kürbiskernöl kann man auch Olivenöl nehmen und wer sich weiterhin die Anschaffungskosten für den weißen Balsamessig sparen möchte, kann diesen auch getrost weg lassen.

Am besten schmiert man sich die Creme auf frisches Vollkornbrot. Weißbrot geht aber auch. Was ich auch echt empfehlen kann sind panierte und gebackene Champignonköpfe. Hmmm, zusammen mit dem Kürbiskerndip ein Genuss.

Blog-Event-LIV: Ein 3-Gang-Menü für unter 9,99 Euro pro Person?! (Einsendeschluss 15. März 2010)

Zutaten für den Kürbiskernfrischkäse
  • 50 g Butter
  • 50 g Frischkäse
  • 1 Prise Salz
  • 40 g Kürbiskerne
  • Salz & Pfeffer
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Kürbiskernöl
  • 1/2 EL weißer Balsamessig
  • 2 EL Schnittlauchröllchen

Zubereitung

  1. Die Butter, den Frischkäse und eine Prise Salz schaumig rühren.
  2. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, salzen und dann in der Mühle des Zauberstabs fein mahlen.
  3. Die Schalotte und den Knoblauch schälen, die Schalotte fein würfeln, den Knoblauch hacken. Die gemahlenen Kürbiskerne, die Schalottenwürfel, den gehackten Knoblauch sowie das Kürbiskernöl zu der Butter-Frischkäse-Mischung geben und gut vermengen.
  4. Alles mit Salz, Pfeffer und Balsamessig abschmecken und zum Schluss die Schnittlauchröllchen untermischen. Den Kürbiskern-Brotaufstrich zu dem Vollkornbrot servieren.


Als Hauptspeise gab es Gnocchi auf Möhren- und Schafskäsebasis. Pro Person habe ich ca. 2,2 Euro ausgegeben.

Da sich schon bei diesem Gnocchirezpet, allerding mit Kartoffeln, die Ofengarmethode bewährt hat, habe ich auch hier die Möhren so zubereitet. Als ich das erste mal das Rezept ausprobierte und die Möhren im Wasser kochte, kam eine ziemlich breiige Masse heraus, die sich wirklich schwer verarbeiten ließ. Dies mal nicht. Noch besser ist es, die zerdrückten Gnocchi über Nacht im Kühlschrank stehen zu lassen. Ohne Probleme konnte man nach der Zugabe des Mehls ganz fix die Gnocchi kugeln.

Der Garam Masala hat den Gnocchi etwas besonderes gegeben. Zusammen mit der Minzsahne und den Frühlingszwiebeln schmeckten sie herrlich. Dieses Gericht schreit geradezu nach Frühling. Ich hab schon wieder Lust darauf. :)


Z
utaten für die Möhrengnocchi

Für die Gnocchi
  • 1 kg Möhren, in größere Stücke geschnitten
  • 200 g zerbröckelter Fetakäse
  • 280 g Mehl
  • eine Prise Muskat
  • eine Prise Garam Masala
  • 1 Ei, leicht verschlagen
Zutaten für die Sauce
  • 30 g Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Röllchen geschnitten
  • 250 ml Sahne
  • 2 EL frische Minze, feingehackt

Zubereitung
  1. Die Möhren in Stücke schneiden und ca. 1 Stunde im Ofen bei 180 weich garen. In der Küchenmaschine mit dem Käse zu einer glatten Masse pürieren. Mit dem gesiebten Mehl, den Gewürzen und dem Ei zu einem weichen Teig vermengen.
  2. Teigstücke mit einem Teelöffel ausstechen und mit leicht bemehlten Fingerspitzen zu Kugeln rollen.
  3. Für die Sauce die Butter in einem Topf zerlassen und den Knoblauch und die Frühlingszwiebeln bei mittlerer Hitze 3 Minuten dünsten, bis der Knoblauch weich und goldgelb ist. Die Sahne zugießen, aufkochen und bei niedriger Hitze 3 Minuten köcheln lassen, bis die Sahne etwas eingedickt ist. Vom Herd nehmen und die Minze unterziehen.
  4. Zwischenzeitlich Gnocchi in einem großen Topf mit sprudelndem Salzwasser 2 Minuten kochen, bis sie an die Oberfläche steigen. MIt einem Schaumlöffel herausheben, auf Teller geben und mit der Sauce begießen.

Zum Dessert aßen wir ein gebackener Ricotta, das mit Rosinen angereichert waren, die vorher in Schwarzem Tee zogen. Pro Person muss man ca. 2 Euro berechnen.

Ganz wichtig ist die Qualität des Tees. Besser keinen Discountertee im Beutel verwenden, weil der Geschmack nicht kräftig genug sein könnte, als das die Rosinen diesen aufnehmen könnte.

Auch ganz wichtig ist die Zugabe der frischen Zitronenschale. Ich habe es schon einmal mit und ohne gemacht und zwischen beiden Versionen liegen Welten!! Die frische Zitronenschale gibt dem Dessert einen richtigen Kick.

Durch das viele Eiweiß wird der Ricotta richtig fluffig und wolkig. Zum Abschluss dieses Menüs genau das richtige.
Lecker!!

Somit liegt der rechnerische Wert bei ca. 6,2 Euro pro Person, der idelle aber tausendfach höher!


Gebackener Ricotta mit Teerosinen

Zutaten
  • 60 g Sultaninen
  • 125 ml sehr starker Earl Grey Tea
  • 3 Eier, getrennt
  • 250 g fester Ricotta
  • 60 ml Sahne
  • 60 g feinster Zucker
  • fein abgeriebene Schale von 1 Zitrone

Zubereitung
  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. EIne 20cm-Springform mit Backpapier auslegen.
  2. Die Sultaninen im Tee einweichen. Das Eiweiß steif schlagen. Den Ricotta in einer großen Schüssel mit Eigelb, Sahne, Zucker und Zitronenschale verrühren. Die Sultaninen gut abtropfen lassen und mit dem Ricotta verrühren dann vorsichtig den Eischnee unterziehen.
  3. Die Mischung in die Springfrom füllen und 40 Minuten backen dann mit Alufolie abdecken und 15 Minuten weiter backen. Prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist, dann abkühlen lassen.

Kommentare:

  1. Das sind ja durch die Bank weg leckere Rezepte, bei denen ich sofort jubelnd mitessen würde!

    Die Idee mit dem Tee, in dem die Rosinen ziehen, finde ich gut - mal was anderes als immer nur Rum.

    Und die Vorspeise speichere ich mir auch gleich ab. Bei Gnocchi bin ich immer vorsichtig, die werden bei mir oft nix... ;-)

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  2. Ich schwöre, wenn man die Kartoffeln oder in diesem Fall Karotten im Ofen gart und das Gemüse nicht noch zusätzlich Wasser zieht, werden Gnocchi auf jeden Fall was!!

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  3. Eigentlich ist das logisch - dieser Unsicherheitsfaktor mit dem Abdampfen des Wassers vom Kochen entfällt... Muss ich doch mal probieren. ;-)

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  4. Wow, Gnocchi mit Rüebli gemacht kannte ich noch gar nicht! Muss ich bald mal ausprobieren.

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  5. Ich habe Deine Gnocchi diese Woche fürs Archiv-Kochen beim Kochtopf gemacht - es war sooo lecker :) Tolle Rezept!

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  6. Heute ausprobiert und ich kann nur sagen, super lecker.

    Vielen Dank für das Rezept

    Viele Grüße

    Jörg

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