Donnerstag, 15. Dezember 2011

Raclette-Rezepte: Garnelen mit Avocadosauce und Mandelblättchen

Wir haben letztens Gäste eingeladen und fanden die Idee schön, gesellig am Tisch zu sitzen und währenddessen die Speisen zuzubereiten.

Eigentlich sind wir eingestandene Fondue-Esser, Raclette jedoch habe ich selbst noch nie gemacht, nur ein Mal bei Freunden gegessen. Auf raclette-rezepte.com fand ich ein paar anregende Ideen, u.a. Garnelen mit Avocadosauce und Mandelblättern überbacken.


Ich verwendete TK-Garnelen, die ich mit reichlich Knoblauch in Olivenöl vorher angebraten habe. Mit der Avocadosauce und dem Raclette-Käse schmecken diese einfach toll! Dieses Gericht war definitiv das Highlight auf dem reich gedeckten Tisch und ich glaube ich werde es noch mal im Ofen ausprobieren. Die Avocado-Garnelen schmecken einfach zu lecker, als immer nur auf ein Raclette-Event warten zu wollen. :)


Zutaten
  • 1 Avocado
  • 1/8 l süße Sahne
  • 4 EL Creme fraiche
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 450 g TK-Garnelen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 EL Mandelblättchen


Zubereitung

  1. Knoblauch schälen und fein hacken. Garnelen mit Knoblauch in Olivenöl anbraten.
  2. Avocado aufschneiden, Kern entfernen. Fruchtfleisch pürieren. Sahne fast steif schlagen und mit der Creme fraîche, Avocadopüree, Salz sowie Pfeffer mischen.
  3. Avocadosauce in 2 Schälchen füllen. Garnelen und Mandeln in Schüsseln anrichten.
  4. Jeder Gast belegt nun sein Pfännchen mit Scampi und Mandeln und streicht darüber die Avocado-Sahnecreme. Mit Käsestreifen belegen und in das vorgeheizte Raclettegerät schieben. Erhitzen, bis der Käse leicht bräunt.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Süßkartoffel-Kokos-Curry

Als es letztens Süßkartoffeln im Angebot gab, fiel mir erst bewusst auf, dass ich noch nie etwas mit Süßkartoffeln gekocht habe.

Bei den Küchengöttern fand ich dann ein Rezept mit Süßkartoffeln, das ich mir ganz köstlich vorstellte. Ein thailändisch inspiriertes Curry mit Kokosmilch, dem ich noch eine indische Note verlieh.

Statt Zitronengras verwendete ich Zitronenblätter, die ich noch einfroren hatte. Weiterhin würzte ich das Curry noch zusätzlich mit Garam Masala und anderen Gewürzen, die ich in meiner kleinen Kiste fand. Dafür ließ ich die Sojsauce weg, weil ich den Eigengeschmack von Sojasauce immer so penetrant finde und ich den feinen Geschmack der einzelnen Gewürze bewahren wollte.

Am Ende war das Curry soooooooo lecker gewesen, dass ich mir zwei große Portionen genehmigte. Das gibt es auf jeden Fall wieder und wird in mein Alltagsrezeptrepertoire aufgenommen. Dazu gabs Basmatireis.


Zutaten
  • 2 Zitronenblätter
  • 1 kleine rote Zwiebel (rot oder normal)
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 Stück frischer Ingwer (ca. 5 cm)
  • 1 kleine rote Chilischote (wers scharf mag)
  • je 1 TL Kreuzkümmel- und Koriandersamen
  • ½ TL Zimtpulver
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 2-3 EL Öl
  • 400 ml Kokosmilch (aus der Dose)
  • 200 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
  • 2-3 TL Sojasauce (optional - besser: 1 Prise Garam Masala)
  • Salz
  • ½ Bund Koriandergrün


Zubereitung

  1. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen, alles grob würfeln. Chilischote waschen, mit den Kernen klein schneiden. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Kreuzkümmel- und Koriandersamen und Zimtpulver in einem Topf mit Öl anbraten.
  2. Süßkartoffeln schälen und dazugeben. Unter Rühren 1 Min. anbraten.
  3. Kokosmilch, Brühe und Zitronenblätter zufügen, aufkochen lassen. Alles 10-15 Min. köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln gar, aber nicht zu weich sind. Mit Garam Masala und Salz würzen.
  4. Koriandergrün waschen und trocknen, die Blättchen abzupfen und darüberstreuen.

Samstag, 10. Dezember 2011

Orangenkränze - deutsche und nicht aus Mexiko

Anfang diesen Jahres habe ich die supertollen Rosquillas de Naranja - Mexikanische Orangenkringel gebacken, die mich wirklich begeisterten. Nun eine deutsche Variation eines Orangenkringelgebäcks, das eigentlich total ähnlich geht. Nur sind die mexikanischen Orangenkringel etwas flacher und knuspriger, während die deutschen ganz typisch gespritzt werden.

Natürlich kommt Zimt auf die Rosquillas, auf die deutschen Orangenkränze ein Zuckerguss, bei dem man entweder Orangenlikör oder -saft verwenden kann.

Übrigens ist angegeben, dass man das schöne Orangenaroma durch "Orangeback" gewinnen soll. Wieso nicht unbehandelte Orangenschale verwenden?


Zutaten
  • 3 Eigelb
  • 100 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 2 Päckchen Orangeback (besser: frische, unbehandelte Orangenschale)
  • 200 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 75 g Puderzucker
  • 3 EL Orangenlikör oder -saft


Zubereitung

  1. Eigelb, Fett, Zucker und Orangeback schaumig rühren. Mehl mit Backbulver unterrühren.
  2. Den Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Kränze auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen, im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 15 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter gut abkühlen lassen.
  3. Puderzucker mit Orangenlikör oder -saft verrühren. Die Kränze damit bestreichen.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Klassiker wiederentdeckt: Mandarinen-Sahne-Biskuitrolle

Diese Biskuitrolle gabs neben einem leckeren Marmorkuchen zum Geburtstagskaffee. Alle waren sehr begeistert vom locker, leichten Teig und der herrlichen Mandarinencreme. Für diese habe ich ein Rezept für eine Zitronen-Sahne-Rolle von Dr. Oetker abgewandelt und es mit Mandarinen zu bereitet.

Entgegen der Beschreibung habe ich die Rolle nach dem Backen auf ein Handtuch gestürzt, noch warm aufgerollt und so abkühlen lassen. Das wird vom Herrn Oetker so nicht angegeben, habe ich aber bei meinen aller ersten Biskuitrolle gelernt und so gelingen sie wirklich immer!

Etwas Schwierigkeiten hat die Sahne mir bereitet. Ich empfehle sie schon ganz steif zu schlagen und darauf zu achten, dass die Gelantine nicht noch zu heiß ist, sonst wird die Sahne gleich wieder flüssig. Wie bei mir. Gerettet habe ich sie dadurch, dass ich sie in den Kühlschrank gestellt habe, wo sie dann Gott sei Dank wieder fest wurde.

Mandarinen-Sahne-Biskuitrolle erinnert irgendwie verdammt an Sommer... :) Mal eine schöne Abwechslung zu all den Keksen in einem gerade überaus verregneten Winter.


Zutaten

Für den Biskuitteig
  • 4 Eier
  • 1 Eigelb
  • 3-4 EL heißes Wasser
  • 1 Pck. Vanille-Zucker
  • 70 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 25 g Speisestärke

Für die Füllung
  • 200 m Sahne
  • 6 Blatt weiße Gelantine
  • 1 kleine Dose Mandarinen
  • 100 ml Mandarinensaft
  • 100 g Puderzucker

Zubereitung
  1. Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Ein Backblech (40 x 30 cm) mit Backpapier belegen.
  2. Für den Teig Eier und Eigelb mit heißem Wasser in einer Rührschüssel mit einem Handrührgerät auf höchster Stufe 1 Minute schaumig schlagen. Zucker mit Vanille-Zucker mischen, in 1 Minute unter Rühren einstreuen und die Masse weitere 2 Minuten schlagen.
  3. Mehl mit Backpulver und Speisestärke mischen, sieben und kurz auf niedrigster Stufe unterrühren. Den Teig gleichmäßig auf das vorbereitete Blech streichen und in den Ofen schieben. Etwa 10 Minuten backen.
  4. Den Biskuit sofort nach dem Backen auf ein frisches, mit Zucker bestreutes Küchenhandtuch stürzen, vorsichtig einrollen und erkalten lassen.
  5. Für die Füllung Mandarinen gut abtropfen lassen, dabei 100 ml Saft auffangen. Die Gelantine in kaltem Wasser einweichen. Mandarinensaft erwärmen, Gelantine leicht ausdrücken und unter Rühren darin auflösen. Sahne mit gesiebtem Puderzucker fast steif schlagen. Die lauwarme Gelantine-Saft-Lösung unter Schlagen hinzufügen und die Sahne vollkommen steif schlagen.
  6. Den Biskuitteig vorsichtig aufrollen und mit der Hälfte der Sahne bestreichen. Ein paar Mandarinen für die Deko beiseite legen, die restlichen Mandarinen darauf verteilen und von der Länge aus aufrollen. Mit der restlichen Sahne bestreichen und mit den übrigen Mandarinen dekorieren.

Sonntag, 4. Dezember 2011

"Die Speise" - das Familienrezept meiner Ur-oma: Ein Dessert aus grüner Götterspeise, Ananas, Haselnüssen und Frischkäse

Mir ist die Veröffentlichung mancher guter Rezepte ein persönliches Anliegen, aber noch nie war es mir so wichtig, ein Rezept zu erfassen und mitzuteilen, wie dieses:

In meiner Familie sagen wir einfach nur "Speise" und jeder weiß was damit gemeint ist.

Ein Nachtisch, den meine Oma schon ihr Leben lang zubereitet und wiederum von ihrer Mutter aus Ostpreußen stammt. Ich bin wirklich froh, das Rezept nun archivieren zu können, bevor es verloren geht und vielleicht selbst irgendwann meinen Enkelkindern zu geben.

Es ist wirklich ein abgefahrener Nachtisch, den man sich beim reinen Lesen wirklich nicht vorstellen kann, einfach weil die Zusammenstellung grotesk wirkt. Aber es ist wirklich der phänomenalste Nachtisch, den man sich vorstellen kann!!

Grüne Götterspeise wird mit Ananassaft aus der Dose gekocht. Die Ananasstücke wiederum selbst klein geschnitten und mit gemahlenen Haselnüssen vermengt. Zuerst kommt gelöffelter Frischkäse drauf (meine Oma besteht auf "Philadelphia cheese"), dann die Götterspeise. Wenn alles etwas abgekühlt ist und gerade fest wird, wird noch geschlagene Sahne untergehoben.

Das Highlight beim Essen sind das die kleinen Frischkäsestresore, die sich in der Speise tummeln. ich würde mich wirklich freuen, wenn jemand dort draußen das Rezept mal ausprobieren würde. Bei uns gibts die Speise IMMER zu Weihnachten, aber auch oft unter dem Jahr...



Zutaten
  • 1 große Dose Ananas
  • 1 Beutel Götterspeise Waldmeistergeschmack
  • 4 EL Zucker
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 300 g Frischkäse
  • 200 ml Sahne


Zubereitung

  1. Die Ananas abtropfen lassen. Den Saft in einem Messbecher auffangen und mit Wasser auf 500 ml auffüllen.
  2. Das Pulver für die Götterspeise in einen Topf geben und mit dem Saft-Wasser-Gemisch verrühren. Etwas quellen lassen. Aufkochen, Zucker dazu geben und kurz abkühlen lassen.
  3. Ananas in kleine Stücke schneiden und mit den Mandeln verrühren. Frischkäse mit zwei Teelöffeln abstechen und auf das Ananas-Nuss-Gemisch geben. Die Götterspeise darüber gießen. Vorsichtig unterheben, nicht verrühren, damit die Frischkäsetresore erhalten bleiben!
  4. In den Kühlschrank geben, bis der Rand fest wird.
  5. Sahne steif schlagen und ganz vorsichtig unter die Masse heben. Wieder in den Kühlschrank stellen, bis die Speise ganz fest geworden ist.

Freitag, 2. Dezember 2011

Haferflocken-Haselnuss-Häufchen mit Zimtwolke, die mal Sterne werden wollten

Wunderschöne, perfekte Zimtsterne lachten mich mitten aus dem Backbuch an. Ja, genau solche möchte ich auch auf meinem Plätzchenteller! Von den Haferflocken im Teig versprach ich mir irgendwas, ohne es genau bestimmen zu können.

Die Plätzchen werden mit einem Zimteischneeschaum bestrichen und erhalten dadurch eine leckere, wolkige Zimthaube.

Am Ende hatte ich einen lecker nach Zimt und Nüssen duftenden Teig, der sich jedoch nicht ausrollen ließ. Beziehungsweise, hätte ich versucht ihn auf gemahlenen Nüssen oder Mehl auszurollen, hätte ich sicherlich ein paar Sterne herausbekommen, aber das war mit dann zu umständlich gewesen. Am Ende beschloss ich einfach kleine Häufchen mit dem Teelöffel abzustechen und so auf das Blech zu setzen.

Die Backzeit ist eigentlich mit 15-20 Minuten angeben, aber in dieser Zeit wird der Zimt-Eischnee richtig braun, weswegen ich die Plätzchen viel früher aus dem Ofen geholt habe.

Und die Haferflocken? Ja die bedingen, dass man sich ein, zwei Plätzchen in kleinen Stücken auch gut ins Frühstücksmüsli mischen kann! :) Sterne dagegen lassen sich nicht brechen!


Zutaten
  • 250 g Haferflocken, extra zart
  • 200 g gem. Haselnüsse
  • 5 Eiweiß
  • 250 g Zucker
  • 2 gestrichene TL Zimt


Zubereitung

  1. Hafelflocken und gemahlene Haselnüsse auf einem Backblech oder in einer Pfanne hellbraun rösten und erkalten lassen.
  2. Eweiß in einer Schüssel mit den Schneebesen des Handrührgeräts sehr steif schlagen, Zucker und Zimt unter Schlagen so einriesel lassen. So lange weiterschlagen, bis der Zucker aufgelöst ist. Zum Bestreichen von der Masse etwa 7 EL abnehmen.
  3. Unter die restliche Schaummasse das HaferflockenäHaselnuss-Gemisch geben und den Teig etwa 1 cm dick ausrollen. Sterne ausstechen, mit Schaummasse bestreichen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 160-180 Grad ca. 12 Minuten backen.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Crepes mit Spinat im Teig


Crepes sind lecker! Vor allem jetzt zur Weihnachtszeit, ist man auf den Märkten von Crepesständen umgeben! Dieses Rezept hat jedoch - ausnahmsweise - rein gar nichts mit Weihnachten zu tun! Ganz im Gegenteil: durch den Spinat im Teig werden sie wiesensaftig grün.

Ich habe sie mit Käse und roter Paprika gefüllt und mit einer sahnigen Tomatensauce im Ofen gebacken. Mmmmhhhh - passt vor allem gut, wenn man von den Weihnachtsgerüchen etwas "satt" ist... :)

Eventuell muss man noch etwas zusätzlich Milch in den Teig rühren. Mir persönlich war er ein wenig zu fest, aber das entscheidet besser jeder selbst.


Zutaten für 4 Stück
  • 100 g Blattspinat
  • 2 Eier
  • 125 g Mehl
  • 4 EL Sahne + zusätzlich Milch
  • 4 EL Butter zum Ausbacken

Zubereitung
  1. Spinat 2 Minuten dämpfen, abkühlen lassen.
  2. Spinat mit den Eiern im Mixer pürieren.
  3. Mehl und Sahne unterrühren. Teig 20 Minuten ruhen lassen.
  4. Je ein EL Butter in einer Pfanne erhitzen, eine Kelle Teig hineingeben und den Crepe von beiden Seiten ausbacken. So 4 Crepes herstellen.