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Freitag, 30. November 2012

Weihnachtsmenü 2012

Highfoodality ruft auch dieses Jahr dazu auf, mit Rezepte aus dem Archiv ein Weihnachtsmenü zu kreieren. 

HighFoodality Blog-Event Weihnachtsmenü 2012

Ich habe mich für vier Gänge entschieden:

1. Kaki mit Parmaschinken - wer Melone mit Parmaschinken mag, wird diese Vorspeise lieben. Zumal Melonen in der Weihnachtszeit nicht wirklich Saison haben, Kakis dagegen schon!

2. Pilzrahmsüppchen mit Trüfelöl und Herzcroutons - diese Suppe war bereits Auftakt meines Adventsmenüs vom letzten Jahr und hat sich derart bewährt, dass sie jetzt eine Klasse aufsteigt. :)

3. Schweinefilet mit Walnuss-Honig-Kruste, Lebkuchen-Preiselbeer-Rotwein-Sauce und Polentaherzen - Hauptgang meines Adventsmenüs und nicht zu übertreffen. 

4. Himbeeren auf vanilliger Ricottasahne und Baiser - mein absolutes Lieblingsdessert und darf an Weihnachten nicht fehlen!

Ich selbst werde an Weihnachten an einem versteckten, kleinen Strand auf einer geheimnisvollen Insel irgendwo in Süd-Ost-Asien sein, wo mich niemand findet, nicht mal der Weihnachtsmann, abseits von allem Weihnachtsrummel und brennenden Weihnachtsbäumen. Wahrscheinlich werde ich eine Schüssel Reis essen und dazu eine Kokosnuss trinken. Besseres könnte es für mich nicht geben. Euch wünsche ich ganz viel Spaß mit meinen Rezeptideen! :)
 

Vorspeise: Kaki mit Parmaschinken


Zutaten für 4 Personen
  • 4 Kakis
  • Parmaschinken

Zubereitung
  1. Kakis in Scheiben schneiden und mit Parmaschinken belegen.
 

Suppe: Pilzrahmsüppchen mit Trüffelöl und Herzcroutons



 Zutaten für 4 Personen
  • 1 handvoll getrocknete Steinpilze
  • 600 g gemischte frische Pilze
  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • frischer Thymian
  • 1 EL Butter
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 2 EL Mascarpone oder Creme fraiche
  • 4 Scheiben Toast
  • 2 EL Butter
  • 1 Plätzchenherzform
  • Trüffelöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
  1. Die getrockneten Pilze mit kochendem Wasser überbrühen und 15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben, die Flüssigkeit dabei auffangen.
  2. Die frischen Pilze klein schneiden. Olivenöl in einen schweren Topf erhitzen und die Pilze 1 Minute anbraten. Zwiebel und Knoblauch schälen, würfeln und mit etwas frischem Thymian, den eingeweichten Pilzen und der Butter zu den Pilzen geben. Salzen, so dass Flüssigkeit austritt. Die Pilzeinweichflüssigkeit dazugeben und 20 Minuten köcheln lassen.
  3. Die Brühe dazu geben, den Topf mit einem Deckel verschließen und weitere 20 Minuten köcheln lassen.
  4. Mit einer Keller ein Paar Pilzstücke herausnehmen und den Rest pürieren. Mascarpone oder Creme fraiche unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Aus dem Toast vier Herzen ausstechen. Butter in einer Pfanne zerlassen und den Toast von beiden Seiten ausbacken.
  6. Suppe in einer Schüssel anrichten, Pilzstücke und einen Klecks Creme friache in die Mitte geben. Mit Herzcroutons und Thymian dekorieren. Etwas Trüffelöl auf der Suppe verteilen.

Hauptspeise: Schweinefilet mit Walnuss-Honig-Kruste, Lebkuchen-Preiselbeer-Rotwein-Sauce und Polenta



Zutaten für 4 Personen

Für das Fleisch
  • 1 kg Schweinelende
  • 100 g Walnüsse, gemahlen
  • 60 g Butter
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 80 g Honig
  • 2 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian

Für die Sauce
  • 2 EL Butter
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 ml Kalbsfond (aus dem Glas)
  • 250 ml Rotwein
  • frischer Thymian
  • frischer Rosmarin
  • 3 Nelken
  • 2 Sternanis
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 3 EL Preiselbeeren aus dem Glas
  • 1 EL Creme fraiche
  • eventl. Saucenbinder
  • Salz, Pfeffer

Für die Polenta
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 125 g Polenta
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 1/2 Bund frische Petersilie
  • Olivenöl
  • 30 g Butter
  • eine große Herzform, z.B. für Ravioli oder Spiegeleier

Zubereitung
  1. Zuerst die Polenta vorbereiten. Brühe aufkochen, Polenta einstreuen und bei niedriger Hitze unter Rühren 15 Minuten quellen lassen. Mit Parmesan und der klein geschnittenen Petersilie vermischen. Ein Blech oder eine runde Kuchenform mit Olivenöl ausstreichen und die Polenta darin verteilen. Mindestens eine Stunde lang kühl stellen.
  2. Für die Kruste Walnüsse, Brühe, Honig, Butter und Sojasauce miteinander vermischen, aufkochen, bis ein dicker Sirup entsteht.
  3. Butter in einer Pfanne zerlassen und das Fleisch von beiden Seiten scharf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und mit Kräutern in Alufolie wickeln. In eine ofenfeste Form setzen. Ofen auf 180 Grad vorheizen und das Fleisch für ca. 20 Minuten darin garen. Heraus nehmen, die Folie öffnen und mit der Paste bestreichen. Für weitere 10-15 Minuten im Ofen backen. Die Kruste sollte fest sein und das Fleisch innen zartrosa.
  4. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein würfeln. In der Fleischpfanne anbraten. Mit Fond und Rotwein ablöschen und restliche Gewürze dazutun. Bei niedriger Hitze ca. 20 Minuten einköcheln lassen. Dann Preiselbeeren unterrühren. Wem die Sauce noch zu flüssig ist, kann sie nach beliebiger Art (Mehl, Stärke, Industriesaucenbinder) andicken. Mit Creme fraiche, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Aus der Polentamasse mit einer Form große Herzen ausstechen. Butter in einer Pfanne zerlassen und Herzen von beiden Seiten braten.
  6. Fleisch aus dem Ofen holen und für jede Person in 3 dicke Scheiben schneiden.
  7. Sauce und Polenta auf einem Teller anrichten. Fleischstücke auf die Sauce setzen.

  
Dessert: Himbeeren auf Baiser mit Ricottasahne

 

Zutaten (für 4 Personen)

  • 200 g Himbeeren (TK)
  • 2 EL Zucker
  • 400 ml Sahne
  • 200 g Ricotta
  • 2-3 EL Zucker
  • 1 Messerspitze gem. Vanille
  • 80 g Baiser 
  • 4 Himbeeren und etwas Baiser zum Verzieren

Zubereitung
  1. Himbeeren in eine große Schüssel und geben und mit einem Esslöffel Zucker bestreuen. Je 25 g Himbeeren auf den Boden zweier Dessertschüsseln verteilen. Je 10 g Baiser darüber bröseln.
  2. Sahne steif schlagen. Ricotta, Zucker und Vanille unterrühren. Die Hälfte der Creme auf den Himbeeren verteilen. Den Rest Himbeeren auf die Sahne geben, erneut je 10 g Baiser darüber bröseln und mit der Ricotta-Sahne abschließen.
  3. Eine Himbeere in der Mitte platzieren und mit zerbröseltem Baiser verzieren.

Montag, 26. Dezember 2011

Weihnachtsmenu 2011

Als hätte das Leben einen nicht auf Weihnachten vorbereitet, artet das Fest der Liebe doch ziemlich leicht in Stress aus. Wenn man sich wenigstens auf das Gelingen des Weihnachtsessens verlassen kann, ist schon mal ein brenzliger Faktor genommen.

Das Schöne an unserem diesjährigen Weihnachtsmenu für mich als Köchin war, dass man fast alles super vorkochen konnte und man nicht à la minute die einzelnen Gänge fertig haben musste. Möglich machens Suppe, Schmorgericht und Bratäpfel aus dem Ofen....



1. Gang: Lauchcremesuppe mit Krabben


Die Suppe war richtig lecker und machte Lust auf mehr. Da ich kein Dill mag, verwendete ich Petersilie, den Merrettich ließ ich weg. Eine Packung Krabben rührte ich unter die Suppe, die restlichen wurde direkt auf die Suppe gestreut. Eine wahre Suppefreude!


Zutaten für 6 Personen als Vorspeise
  • 1,5 kg Lauch
  • 500 g Kartoffeln
  • 20 g Butter
  • Salz und Pfeffer
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 200 g Nordseekrabbenfleisch
  • 3 EL Crème fraîche


Zubereitung

  1. Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Kartoffeln waschen, schälen und grob würfeln. Beides in heißer Butter ca. 5 Minuten andünsten, würzen. Brühe angießen und alles 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen.
  2. Petersilie fein schneiden. Mit dem Krabbenfleisch mischen. Etwa ein Drittel vom Gemüse mit einer Schaumkelle aus der Suppe heben, beiseite stellen. Restliche Suppe pürieren.
  3. Crème fraîche unterrühren, beiseite gestelltes Gemüse wieder zufügen, Suppe abschmecken. Mit dem Krabbenfleisch anrichten.


2. Gang: Geschmorter Hirschrollbraten in Rotwein-Preiselbeer-Sauce

Das Rezept habe ich von genial lecker. Jedoch habe ich den Braten nicht bei 140 Grad im Ofen geschmort, sondern lediglich bei 100 Grad für 3 Stunden. So wurde er ganz, ganz weich, das konnte selbst die Oma kauen! :P

Auch die Sauce habe ich etwas variiert. Nach dem Reduzieren rührte ich ein paar Esslöffel Preiselbeeren aus dem Glas darunter und dickte sie mit etwas Saucenbinder an. Sehr lecker!

Dazu gabs Butterspätzle und Brokkoli.


Zutaten für 6 Personen

  • 1 Hirschrücken mit Knochen, ca. 3 kg
  • 1 Liter Buttermilch
  • 1/2 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • 4 Wacholderbeeren
  • 6 Pfefferkörner
  • 1/2 Knolle Sellerie
  • 4 Möhren
  • 1 Petersilienwurzel
  • 2 Zwiebeln
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Flasche Rotwein
  • 6 Scheiben Bauchspeck
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Preiselbeeren


Zubereitung

  1. Den Hirsch abspülen, die Buttermilch in eine Schale geben, den Hirschrücken darin über Nacht ruhen lassen.
  2. Ca. 4 Stunden vor dem Essen den Hirschrücken aus der Buttermilch heben, abtupfen. Falls vorhanden, die Faszie und die Silberhäute entfernen. Durch das Rückenmark einen Metallstift (2 metallische Grillspieße von beiden Seiten genommen) schieben, damit sich der Rücken schön gerade bleibt. Am Rückenknochen entlang etwa 2 cm tief das Fleisch ablösen. Lorbeer, Nelke, Wacholder und Pfeffer in einem Mörser fein zermahlen. Beide Filets mit dem Gewürz einmassieren. Im Kühlschrank 30 Minuten marinieren lassen.
  3. Den Ofen auf 100°C Ober-/Unterhitze vorheizen. In der Zwischenzeit das Gemüse schälen und würfeln.
  4. Butter und Olivenöl im Bräter erhitzen, den Hirschrücken erst von der Fleischseite schön anbraten, danach auf die Knochenseite drehen. Das Gemüse darum herum legen, ebenfalls anschwitzen, mit dem Rotwein ablöschen (nicht über das Fleisch gegossen, sonst sind ja alle Gewürze runter). Den Rücken mit den Speckscheiben belegen.
  5. Im Ofen auf der 2. Schiene von unten 3 Stunden garen.
  6. Den Rücken aus dem Bräter heben, in Alufolie wickeln. In den angelehnten, ausgeschalteten Ofen ruhen lassen.
  7. Die Sauce durch ein Sieb passieren, auf hoher Hitze auf die Hälfte einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Preiselbeeren abschmecken. Ggf. die Sauce abbinden.


3. Gang: Bratäpfel mit Marzipan

Das Bild des Rezepts suggerierte eine hochgetürmte Fülung aus Marzipan, Nüssen und Rosinen. Leider reichte die Menge gerade so die Äpfel zu füllen. Aber nicht so schlimm, da wir eigentlich schon pappsatt waren. Wer hochgetürmt möchte sollte die Mengenangaben mal 1,5 nehmen!

Warm trifft auf kalt, ein Prinzip, dass jedes Dessert absolut göttlich macht. Wer gegen die Chemiekeule der Vanillesaucenpäckchen ist, macht sie doch am besten einfach selbst - wer am Heiligabend und bei drei Gängen dazu überhaupt die Nerven hat... :)


Zutaten für 6 Personen

  • 2 Päckchen Vanillesoße
  • 1 l Mollmilch
  • 4 El Zucker
  • 60 g Butter
  • 120 g Marzipan
  • 50 g Rosinen, in Rum eingelegt
  • 60 g gehackte Mandel
  • 3 El Rum (von den Rosinen)
  • 6 Äpfel
  • 2 EL gehobelte Mandeln
  • 1 Msp Zimt


Zubereitung

  1. Die Vanillesoße laut Packungsanweisung mit der Milch und dem Zucker zubereiten.
  2. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen. Marzipan, Rosinen, Mandeln und Rum verkneten. Die Äpfel entkernen und den Deckel abschneiden (nicht zu dünn, er wird nach dem Füllen wieder daraufgesetzt).
  3. Die Marzipanmasse in die Äpfel geben, Deckel wieder daraufsetzen. Die Bratäpfel so in eine Auflaufform stellen, dass sie nicht umfallen können, und mit der geschmolzenen Butter beträufeln.
  4. Im Ofen ca. 25 Minuten garen.
  5. Gehobelte Mandeln in einer Pfanne goldgelb rösten. Die Vanillesoße mit etwas Zimt abschmecken, als Spiegel auf die Teller geben, mit gerösteten Mandeln bestreuen und die Äpfel daraufsetzen.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Ein Adventsmenü, das von Herzen kommt.

Wir wollten uns bedanken! Für so viel Unterstützung und Mithilfe. Deswegen gab es ein großes Menü und zu jedem Gang ein Herz, als Zeichen unserer Liebe und Dankbarkeit.

Gibt es denn was schöneres, als bei Kerzenschein besinnlich beieinander zu sitzen und einen festlichen Gaumenschmaus zu sich zu nehmen? Für die Gäste nein, und ist das auch möglich für die Köchin?


Mit diesem Menü definitiv, denn alles lässt sich super vorbereiten. Es gab:

Pilzrahmsüppchen mit Trüffelöl und Herzcroutons

Schweinefilet mit Walnuss-Honig-Kruste, Lebkuchen-Preiselbeer-Rotwein-Sauce und Polentaherzen

Warme Safran-Vanille-Birnen mit Herzwaffeln und Vanilleeis

All diese Gerichte hatte ich vorher noch nie gekocht gehabt und trotzdem sind sie sehr gelungen. Bei der Suppe nahm jeder einen zweiten Nachschlag, so dass der Suppentopf am Ende wirklich ausgekratzt war. Auch Hauptgang und Dessert mundeten vorzüglich. Aber schaut selbst:


1. Gang: Pilzrahmsüppchen mit Trüffelöl und Herzcroutons

Das Rezept für die Suppe habe ich von Jamie Oliver. Wie gewohnt sehr gut und einfach zuzubereiten. Man kann sich die Pilzsorten selbst aussuchen. Wir haben 500 g Champignons und 100 g Kräuterseitlinge genommen. Die Idee mit dem Trüffelöl kam von uns. Die Kombination des Trüffelgeschmacks und der Pilze ist unschlagbar!


Zutaten für 4 Personen
  • 1 handvoll getrocknete Steinpilze
  • 600 g gemischte frische Pilze
  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • frischer Thymian
  • 1 EL Butter
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 2 EL Mascarpone oder Creme fraiche
  • 4 Scheiben Toast
  • 2 EL Butter
  • 1 Plätzchenherzform
  • Trüffelöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer


Zubereitung

  1. Die getrockneten Pilze mit kochendem Wasser überbrühen und 15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben, die Flüssigkeit dabei auffangen.
  2. Die frischen Pilze klein schneiden. Olivenöl in einen schweren Topf erhitzen und die Pilze 1 Minute anbraten. Zwiebel und Knoblauch schälen, würfeln und mit etwas frischem Thymian, den eingeweichten Pilzen und der Butter zu den Pilzen geben. Salzen, so dass Flüssigkeit austritt. Die Pilzeinweichflüssigkeit dazugeben und 20 Minuten köcheln lassen.
  3. Die Brühe dazu geben, den Topf mit einem Deckel verschließen und weitere 20 Minuten köcheln lassen.
  4. Mit einer Keller ein Paar Pilzstücke herausnehmen und den Rest pürieren. Mascarpone oder Creme fraiche unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Aus dem Toast vier Herzen ausstechen. Butter in einer Pfanne zerlassen und den Toast von beiden Seiten ausbacken.
  6. Suppe in einer Schüssel anrichten, Pilzstücke und einen Klecks Creme friache in die Mitte geben. Mit Herzcroutons und Thymian dekorieren. Etwas Trüffelöl auf der Suppe verteilen.


2. Gang: Schweinefilet mit Walnuss-Honig-Kruste, Lebkuchen-Preiselbeer-Rotwein-Sauce und Polentaherzen

Das Rezept für die Walnusskruste in von Johann Lafer und eigentlich für Ente gedacht. Ich mag jedoch keine Ente und habe mich deswegen für Schweinelende entschieden, was auch super funktioniert hat.

Dazu gab es eine würzig-fruchtige Sauce, die ich u.a. mit Lebkuchengewürz aromatisiert habe. Die war meine Idee gewesen und passte sehr, sehr gut zum Walnuss-Honig-Fleisch.

Die gebratenen Polentaherzen waren eine super Beilage, da man mit ihnen auch schön die Sauce aufstippen kann. Eventuell würde ich das nächste mal die doppelte Polentamenge machen, weil für jeden nur ein großes Herz herausgekommen ist. Jeder wurde satt, aber bei Herzensangelenheiten kann doch fast niemand nein sagen, insofern wäre ein zweites ganz nett gewesen. :)


Zutaten für 4 Personen

Für das Fleisch
  • 1 kg Schweinelende
  • 100 g Walnüsse, gemahlen
  • 60 g Butter
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 80 g Honig
  • 2 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian


Für die Sauce

  • 2 EL Butter
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 ml Kalbsfond (aus dem Glas)
  • 250 ml Rotwein
  • frischer Thymian
  • frischer Rosmarin
  • 3 Nelken
  • 2 Sternanis
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 3 EL Preiselbeeren aus dem Glas
  • 1 EL Creme fraiche
  • eventl. Saucenbinder
  • Salz, Pfeffer


Für die Polenta

  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 125 g Polenta
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 1/2 Bund frische Petersilie
  • Olivenöl
  • 30 g Butter
  • eine große Herzform, z.B. für Ravioli oder Spiegeleier


Zubereitung

  1. Zuerst die Polenta vorbereiten. Brühe aufkochen, Polenta einstreuen und bei niedriger Hitze unter Rühren 15 Minuten quellen lassen. Mit Parmesan und der klein geschnittenen Petersilie vermischen. Ein Blech oder eine runde Kuchenform mit Olivenöl ausstreichen und die Polenta darin verteilen. Mindestens eine Stunde lang kühl stellen.
  2. Für die Kruste Walnüsse, Brühe, Honig, Butter und Sojasauce miteinander vermischen, aufkochen, bis ein dicker Sirup entsteht.
  3. Butter in einer Pfanne zerlassen und das Fleisch von beiden Seiten scharf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und mit Kräutern in Alufolie wickeln. In eine ofenfeste Form setzen. Ofen auf 180 Grad vorheizen und das Fleisch für ca. 20 Minuten darin garen. Heraus nehmen, die Folie öffnen und mit der Paste bestreichen. Für weitere 10-15 Minuten im Ofen backen. Die Kruste sollte fest sein und das Fleisch innen zartrosa.
  4. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein würfeln. In der Fleischpfanne anbraten. Mit Fond und Rotwein ablöschen und restliche Gewürze dazutun. Bei niedriger Hitze ca. 20 Minuten einköcheln lassen. Dann Preiselbeeren unterrühren. Wem die Sauce noch zu flüssig ist, kann sie nach beliebiger Art (Mehl, Stärke, Industriesaucenbinder) andicken. Mit Creme fraiche, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Aus der Polentamasse mit einer Form große Herzen ausstechen. Butter in einer Pfanne zerlassen und Herzen von beiden Seiten braten.
  6. Fleisch aus dem Ofen holen und für jede Person in 3 dicke Scheiben schneiden.
  7. Sauce und Polenta auf einem Teller anrichten. Fleischstücke auf die Sauce setzen.


3. Gang: Warme Safran-Vanille-Birnen mit Herzwaffeln und Vanilleeis

Ich habe die Birnen bereits am Vortag zubereitet, so konnten sie über Nacht schön durchziehen. Wichtig ist frische Vanille zu verwenden, was ich das nächste mal ganz sicherlich tun werde. Das Rezept habe ich von den Küchengöttern.

Warme, nach Zimt duftende Waffeln, nach Safran schmeckende Birnen und köstliches, schmelzendes Vanilleeis, das ist Sinnlichkeit pur!


Zutaten

  • Vanilleeis

Für die Waffeln (ca. 10 Stück)
  • 250 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • Vanillearoma
  • 1 Prise Zimt
  • 3 Eier
  • 100 g Butter, zerlassen
  • Butter zum ausbacken


Für die Birnen

  • 6 Birnen
  • 600 ml Wasser
  • 250 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 TL Safran
  • 1 Limette


Zubereitung

  1. 600 ml Wasser und den Zucker unter gelegentlichem Rühren bei starker Hitze in einem weiten Topf zum Kochen bringen. Dann die Hitze zurücknehmen, sodass der Sirup nur mehr leicht köchelt. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, Mark mit dem Messer herauskratzen und samt Schote zum Zuckersirup geben. Limette auspressen und den Saft sowie die Safranfäden ebenfalls zugeben.
  2. Die Birnen entweder halbieren oder vierteln, dann entkernen und schälen, zum Sirup geben. Abgedeckt darin je nach Größe in bis zu 30 Minuten weich köcheln lassen, dabei die einzelnen Birnenstücke ab und zu behutsam mit zwei Löffeln umdrehen. Sie sind fertig, wenn man beim Hineinstechen mit der Messerspitze kaum mehr Widerstand spürt (sie sollen aber auch nicht zerfallen).
  3. Birnenstücke vorsichtig in ein hohes Gefäß geben (Einmachgläser eignen sich gut) und mit dem Sirup übergießen, bis alle Früchte bedeckt sind. Abkühlen lassen, dann abgedeckt im Kühlschrank mindestens über Nacht durchziehen lassen - erst dann nehmen sie die sonnengelbe Farbe des Safrans richtig gut an. Je länger man die Birnen im Safran-Vanille-Sirup ziehen lässt, desto ausgeprägter wird ihr unbeschreibliches Aroma (weshalb es sich auch immer lohnt, gleich mehr davon zuzubereiten!).
  4. Für die Waffeln Mehl, Zucker, Vanille und Zimt in eine Schüssel geben. Unter Rühren einzeln die Eier dazugeben. Zum Schluss die Butter. Ein Waffeleisen einfetten und die Waffeln ausbacken.
  5. Pro Teller eine warme Waffel mit 2-3 Birnenviertel und Vanille-Eiscreme servieren. Ein wenig Sirup darüberträufeln.

Samstag, 13. März 2010

3-Gang-Menü: Kürbiskernfrischkäse - Schafskäsemöhrengnocchi in Minzsahne - Gebackener Ricotta mit Teerosinen

Das Gutes nicht teuer sein muss, ist ja bereits bekannt. Wie schön, dass dieser Event 3-Gang Menü für unter 9,99 das noch mal unterstreicht und an allerhand Beiträgen schöne Beispiele findet.

Die Rezepte sind alle für 2 Personen.

Als Vorspeise liebe ich Dinge zu "naschen". Deswegen gab es bei mir einen Dip aus Kürbiskernen, Frischkäse und Butter. Pro Person hat dieser ca. 2 Euro gekostet. Statt Kürbiskernöl kann man auch Olivenöl nehmen und wer sich weiterhin die Anschaffungskosten für den weißen Balsamessig sparen möchte, kann diesen auch getrost weg lassen.

Am besten schmiert man sich die Creme auf frisches Vollkornbrot. Weißbrot geht aber auch. Was ich auch echt empfehlen kann sind panierte und gebackene Champignonköpfe. Hmmm, zusammen mit dem Kürbiskerndip ein Genuss.

Blog-Event-LIV: Ein 3-Gang-Menü für unter 9,99 Euro pro Person?! (Einsendeschluss 15. März 2010)

Zutaten für den Kürbiskernfrischkäse
  • 50 g Butter
  • 50 g Frischkäse
  • 1 Prise Salz
  • 40 g Kürbiskerne
  • Salz & Pfeffer
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Kürbiskernöl
  • 1/2 EL weißer Balsamessig
  • 2 EL Schnittlauchröllchen

Zubereitung

  1. Die Butter, den Frischkäse und eine Prise Salz schaumig rühren.
  2. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, salzen und dann in der Mühle des Zauberstabs fein mahlen.
  3. Die Schalotte und den Knoblauch schälen, die Schalotte fein würfeln, den Knoblauch hacken. Die gemahlenen Kürbiskerne, die Schalottenwürfel, den gehackten Knoblauch sowie das Kürbiskernöl zu der Butter-Frischkäse-Mischung geben und gut vermengen.
  4. Alles mit Salz, Pfeffer und Balsamessig abschmecken und zum Schluss die Schnittlauchröllchen untermischen. Den Kürbiskern-Brotaufstrich zu dem Vollkornbrot servieren.


Als Hauptspeise gab es Gnocchi auf Möhren- und Schafskäsebasis. Pro Person habe ich ca. 2,2 Euro ausgegeben.

Da sich schon bei diesem Gnocchirezpet, allerding mit Kartoffeln, die Ofengarmethode bewährt hat, habe ich auch hier die Möhren so zubereitet. Als ich das erste mal das Rezept ausprobierte und die Möhren im Wasser kochte, kam eine ziemlich breiige Masse heraus, die sich wirklich schwer verarbeiten ließ. Dies mal nicht. Noch besser ist es, die zerdrückten Gnocchi über Nacht im Kühlschrank stehen zu lassen. Ohne Probleme konnte man nach der Zugabe des Mehls ganz fix die Gnocchi kugeln.

Der Garam Masala hat den Gnocchi etwas besonderes gegeben. Zusammen mit der Minzsahne und den Frühlingszwiebeln schmeckten sie herrlich. Dieses Gericht schreit geradezu nach Frühling. Ich hab schon wieder Lust darauf. :)


Z
utaten für die Möhrengnocchi

Für die Gnocchi
  • 1 kg Möhren, in größere Stücke geschnitten
  • 200 g zerbröckelter Fetakäse
  • 280 g Mehl
  • eine Prise Muskat
  • eine Prise Garam Masala
  • 1 Ei, leicht verschlagen
Zutaten für die Sauce
  • 30 g Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Röllchen geschnitten
  • 250 ml Sahne
  • 2 EL frische Minze, feingehackt

Zubereitung
  1. Die Möhren in Stücke schneiden und ca. 1 Stunde im Ofen bei 180 weich garen. In der Küchenmaschine mit dem Käse zu einer glatten Masse pürieren. Mit dem gesiebten Mehl, den Gewürzen und dem Ei zu einem weichen Teig vermengen.
  2. Teigstücke mit einem Teelöffel ausstechen und mit leicht bemehlten Fingerspitzen zu Kugeln rollen.
  3. Für die Sauce die Butter in einem Topf zerlassen und den Knoblauch und die Frühlingszwiebeln bei mittlerer Hitze 3 Minuten dünsten, bis der Knoblauch weich und goldgelb ist. Die Sahne zugießen, aufkochen und bei niedriger Hitze 3 Minuten köcheln lassen, bis die Sahne etwas eingedickt ist. Vom Herd nehmen und die Minze unterziehen.
  4. Zwischenzeitlich Gnocchi in einem großen Topf mit sprudelndem Salzwasser 2 Minuten kochen, bis sie an die Oberfläche steigen. MIt einem Schaumlöffel herausheben, auf Teller geben und mit der Sauce begießen.

Zum Dessert aßen wir ein gebackener Ricotta, das mit Rosinen angereichert waren, die vorher in Schwarzem Tee zogen. Pro Person muss man ca. 2 Euro berechnen.

Ganz wichtig ist die Qualität des Tees. Besser keinen Discountertee im Beutel verwenden, weil der Geschmack nicht kräftig genug sein könnte, als das die Rosinen diesen aufnehmen könnte.

Auch ganz wichtig ist die Zugabe der frischen Zitronenschale. Ich habe es schon einmal mit und ohne gemacht und zwischen beiden Versionen liegen Welten!! Die frische Zitronenschale gibt dem Dessert einen richtigen Kick.

Durch das viele Eiweiß wird der Ricotta richtig fluffig und wolkig. Zum Abschluss dieses Menüs genau das richtige.
Lecker!!

Somit liegt der rechnerische Wert bei ca. 6,2 Euro pro Person, der idelle aber tausendfach höher!


Gebackener Ricotta mit Teerosinen

Zutaten
  • 60 g Sultaninen
  • 125 ml sehr starker Earl Grey Tea
  • 3 Eier, getrennt
  • 250 g fester Ricotta
  • 60 ml Sahne
  • 60 g feinster Zucker
  • fein abgeriebene Schale von 1 Zitrone

Zubereitung
  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. EIne 20cm-Springform mit Backpapier auslegen.
  2. Die Sultaninen im Tee einweichen. Das Eiweiß steif schlagen. Den Ricotta in einer großen Schüssel mit Eigelb, Sahne, Zucker und Zitronenschale verrühren. Die Sultaninen gut abtropfen lassen und mit dem Ricotta verrühren dann vorsichtig den Eischnee unterziehen.
  3. Die Mischung in die Springfrom füllen und 40 Minuten backen dann mit Alufolie abdecken und 15 Minuten weiter backen. Prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist, dann abkühlen lassen.