Dienstag, 10. April 2012

Marzipan-Croissants

Croissants selbst machen ist toll - solange man den Blätterteig nicht selbst machen muss. ;-)

Vor kurzem habe ich herzhafte Croissants mit Käse gefüllt und Schnittlauchbärten zubereitet, jetzt eine süße Version mit Marzipan. Perfekt also für übriggebliebene Marzipansüßigkeiten von Ostern!!

Während ich bei den Käsecroissants Croissantsteig aus der Rolle verwendet habe, werden bei diesem Rezept, das ich bei foolforfood gefunden habe, fertige Croissants vom Vortag frisch gefüllt, in Sirup getaucht und erneut gebacken.

Die Füllung ist sehr lecker, ich habe sie noch mit etwas Amaretto angereichert. Leider waren meine Croissants selbst doch etwas trocken, wahrscheinlich wegen meiner Ofen-Funktion, das nächste Mal würde ich doch wieder frischen Teig nehmen.


Zutaten

  • 3 Croissants vom Vortag
  • Mandelblättchen
  • Puderzucker

Für den Sirup
  • 225 ml Wasser
  • 2 EL Zucker

Für die Füllung

  • 50 g Zucker
  • 50 g gem. Mandeln
  • 25 g Marzipanrohmasse
  • 1-2 Tropfen Bittermandelöl
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Amaretto (optional)

Zubereitung
  1. Für den Sirup den Zucker mit dem Wasser aufkochen lassen bis der Zucker gelöst ist. Abkühlen lassen.
  2. Für die Mandelcreme alle Zutaten mit dem ü?rierstab mixen bis eine streichfähige Masse entstanden ist.
  3. Den Sirup auf einen Teller geben. Die Croissants darin wenden, sie sollten recht feucht werden. Die Croissants einschneiden (aber nicht durchschneiden) und mit der Creme befüllen. Croissants wieder zusammensetzen und mit den Mandelblättchen bestreuen.
  4. Bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen ca. 8-10 Minuten backen.
  5. Mit Puderzucker bestreuen und servieren.

Samstag, 7. April 2012

Pasta mit Lachs und Vanille

Das Rezept von Brigitte wurde schon von einigen Blogs ausprobiert und lautstark gefeiert. Pasta, Lachs und echte Vanille find auch ich richtig gut. Allerdings fand ich das Gericht extrem sauer, schließlich wird der Saft von zwei Zitronen unter die Pasta gerührt!

Ich hab dann versucht den Geschmack durch eine Extra-Prise Zucker und etwas Creme zu retten. Die Mischung erschien mir dann aber weniger gelungen... Rucola war an diesem Tag leider nicht aufzutreiben, so dass ich Frühlingszwiebeln verwendete, die echt gut gepasst haben!

Das nächste mal, wenn es bei mir Pasta mit Lachs gibt, werde ich es noch mal mit Vanille probieren, aber dann in einer milderen und weniger sauren Variante. Bei mir ist das Original-Rezept leider durchgefallen. Trotzdem poste ich es mal, vielleicht fühlt sich ja jemand inspiriert. ;-)


Zutaten
  • 2 Zitronen, unbehandelt
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 200 g ganz frischer Lachs
  • 200 g Pasta (Farfalle, Penne)
  • 50 g Rucola
  • frisch gemahlener Pfeffer


Zubereitung

  1. Zitronen auspressen. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit einem spitzen Messer herauskratzen. Zitronensaft, Vanilllemark, Öl, Salz und Zucker verrühren. Lachsfilet abspülen und mit Küchenkrepp gut trocken tupfen. Filet in dünne Scheiben schneiden und in eine Form mit Rand legen. Lachsscheiben mit der Vanille-Marinade begießen und etwa 15 Minuten durchziehen lassen.
  2. Inzwischen Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser bissfest kochen und in einem Sieb nur kurz abtropfen lassen. Rauke abspülen, trocken schütteln und in etwa 3-4 cm lange Stücke schneiden. Die ganz heißen Nudeln und den Lachs mit der Marinade in einer vorgewärmten Schüssel mischen, so dass der Lachs durch die Hitze der Nudeln noch etwas gart. Die Rauke untermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Freitag, 6. April 2012

Schoko-Blog-Event "Black&White" - Schoko-Muffins mit Kokosfüllung und Sacher-Glasur

Maria von "Ich bin dann mal kurz in der Küche" veranstaltet zur Zeit einen tollen Blog-Event mit dem Thema Black&White. Sie sucht Schokoladenrezepte passend zum Thema und verlost dabei auch fünf tolle Geschenke.

Ich habe für den Event tolle Schoko-Muffins gebacken und mit Kokos kombiniert. Der Muffin selbst ist herrlich schokoladig durch feinen, dunklen Kakao. Den Extra-Kick Schoko bekommen sie durch gehackte Schokolade im Teig, wobei ich darauf geachtet habe, dass die Stücke schön groß sind. Ich liebe es auf Schokoladenstücke in Kuchen oder Eis zu beißen. :)

Die Muffins sind gefüllt mit einer Mischung aus Kokos und Frischkäse. Bestrichen habe ich sie mit einer Glasur, die eigentlich für Sacher-Torte gedacht ist, aber auch zu den Muffins macht sie sich großartig. Wer mag, kann aber sie aber auch mit normaler Kouvertüre bestreichen.


Schoko-Koko ist einfach das beste!


Zutaten

Für die Muffins
  • 150 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 20 g Kakaopulver
  • 1/2 TL Natron
  • 90 g Zucker
  • 100 g Schokolade, gehackt
  • 190 ml Buttermilch
  • 1 Ei
  • 75 g zerlassene Butter, abgekühlt

Für die Füllung
  • 60 g Frischkäse
  • 40 g Kokosrasplen
  • 2 EL Zucker

Für die Glasur
  • 80 ml Sahne
  • 40 g Zucker
  • 100 g Schokolade, gehackt
  • Kokosraspeln

Zubereitung
  1. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
  2. Das Mehl, das Backpulver, den Kakao und das Natron in eine Schüssel sieben. Den Zucker und die gehackte Schokolade untermischen. In die Mitte eine Mulde drücken.
  3. Die Buttermilch und die Eier in einer Schüssel kräftig miteinander verschlagen. Die Mischung in die Mulde gießen. Die zerlassene Butter dazugeben und alles vorsichtig zu einem groben Teig vermengen.
  4. Für die Füllung Frischkäse, Kokosrasplen und Zucker miteinander verrühren.
  5. 1 EL Teig in je ein Papier-Muffinförmchen geben. 2 TL Kokosfüllung hineindrücken und mit 2 EL Teig zudecken. Die Muffins in eine Muffin-Backform setzen.
  6. 20-25 Minuten backen. Abkühlen lassen.
  7. Für die Glasur die Sahne, den Zucke rund die Schokolade in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze schmelzen und zu einer glatten Masse verrühren. Die Muffins damit bestreichen und Kokosraspeln darüber streuen.


Sonntag, 1. April 2012

Sonntagskuchen: Lemon-Pie mit Dulce de Leche

Süß, zitronig, cremig - genau das Richtige für einen sonnengefüllten Frühlingssonntag!


Kleine Öltropfen haben sich auf der Baiserhaube gebildet, weiß jemand wieso?

Esst Kuchen und lasst es euch gut gehen!! Schönen Sonntag allen. :)


Zutaten

Für den Boden
  • 125 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • Salz
  • 150 g Mehl
  • 1 EL Zucker
  • Backerbsen


Für die Füllung

  • 1 Dose gesüßte Kondensmilch (400 ml)
  • 6 Eigelb
  • 3 Tropfen Mandelaroma
  • 3 Zitronen, unbehandelt


Für das Baiser

  • 6 Eiweiße
  • 150 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker


Zubereitung

  1. Butterwürfel, Ei, Mehl und 1 Prise Salz zu einem glatten Tig verkneten. In Klarsichtfolie gewickelt etwa 2 Stunden kühlen.
  2. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Form einfetten. Teig wischen Klarsichtfolie zu einem Kreis (28 cm Durchmesser) ausrollen und die Form damit auslegen.
  3. Boden mit Hülsenfrüchte bedecken, im Ofen ca. 15 Minuten blindbacken. Herausnehmen, abkühlen lassen. Ofen eingeschaltet lassen.
  4. Die Eigelbe mit Kondensmilch und Mandel-Aroma cremig schlagen. Die Zitronen auspressen und den Saft unterrühren. Creme auf den Boden gißen und den Pie nochmals etwa 20 Minuten backen. Abkühlen lassen.
  5. Eiweiße steif schlage, dabei nach und nach Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen, bis der Eischnee schnittfest ist und glänzt. Baiser auf dem Pie verteilen, mit dem Löffelrücken Spitzen ziehen, in etwa 5 Minuten goldbrauch überbacken und sofort servieren.

Samstag, 31. März 2012

Frankfurter Grüne Sauce (Rezept von einem Frankfurter Koch und ohne Mayo!) - Frankfurter Schnitzel

Die Genüsse und kulinarischen Raffinessen der Region lernt man eigentlich erst dann richtig kennen, wenn man eine zeitlang im Ausland war.
Während meinen 3 Monaten in Costa Rica hatte ich unheimliche Gelüste auf holländischen Käse, während den 7 Wochen in Kolumbien auf Schnitzel und Grüne Sauce. Wie herrlich und vor allem raffiniert so ein kleines Stück Käse oder ein Schnitzel schmecken kann, oh ja, dass weiß man nach einer mehrmonatigen Reis- und Tropenfrüchtediät...

Ich komme ja bekanntlich aus dem Frankfurter Raum. Als ich klein war, war Grüne Sauce ein typischen Samstagsmittagessen. Die hat meine Mutter aber nie fertig gekauft, sondern immer selbstgemacht, wobei sie damals schon auf die TK-Packung Grünesauce-Kräuter zurückgriff. Auf dem Markt in Frankfurt gibt es sie auch frisch zu kaufen, ansonsten bewähren sich die tiefgekühlten Kräuter durchaus. Gibt es die eigentlich auch außerhalb Hessens zu kaufen??

Das Rezept stammt aus dem schönen Kochbuch "Frankfurter Küchen", in dem Frankfurter Restaurants ihre Geheimrezepte verraten. In der Rubrik gutbürgerlich findet man natürlich auch ein Rezept für Grüne Sauce, das Grüne Sauce ohne Mayonnaise postuliert und ich auch so viel besser finde!

Ich habe Grüne Sauce seit gefühlten 20 Jahren nicht mehr gegessen und meine Mitesserin und ich konnten von ihr gar nicht genug bekommen!!

Klassisch wird Grüne Sauce mit Kartoffeln und gekochten Eier gegessen. Da ich immer noch ein inneres Schnitzel-Vakuum spüre, gab es eben Schnitzel dazu. Auf den Speisekarten in den Frankfurter Apfelweinkneipen wird dieses Gericht dann als "Frankfurter Schnitzel" angeboten, das eben mit einer großen Portion Grüne Sauce serviert wird. Herrlich! Ich fange an, nach vielen Jahren des mediterranen, asiatischen und kreolischen Kochens, die heimische Küche wirklich zu schätzen!!



Zutaten
  • 1 Kräutermischung für Frankfurter Grüne Sauce
  • 150 ml Schmand
  • 150 ml Creme Fraiche
  • 80 ml Joghurt
  • 1 TL Senf
  • 2 Gewürzgurken
  • 2 gekochte Eier
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer


Zubereitung

  1. Kräutermischung mit Schmand, Creme Fraiche, Senf und Joghurt verrühren (man kann die Kräuter auch mit dem Schmand zuerst pürieren und dann mit den restlichen Zutaten vermischen, dann wird es auch richtig grün).
  2. Gewürzgurken und Eier in kleine Stücke schneiden und unter die Sauce rühren.
  3. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Donnerstag, 29. März 2012

Ofenfrische Käse-Croissants mit Schnittlauchbärten

Ein Morgen, der mit frischen Croissants beginnt, ist ein guter Morgen!


Eigentlich scheue ich mich selten vor Mehraufwand, aber dass man sonntags nicht 3 Stunden VOR dem Frühstück noch Blätterteig selbst zubereiten möchte (das Einarbeiten der Butter in den zarten Teig ist das nervigste...), kann man wohl nachvollziehen.

Eigentlich scheue ich mich vor Fertigspeisen aus Tüten und Packungen, aber bei Croissants aus der Rolle mache ich eine Ausnahme, ich finde die super, wenn man sich nicht gerade im Herzen Frankreichs befindet, wo frische Croissants an jeder Ecke warten, natürlich sind diese nicht zu toppen! :)

Ein bisschen Arbeit habe ich mir dann doch gemacht und meine Croissants vor dem Backen mit einer Käsecreme und Schnittlauch gefüllt. Die Creme bestand aus Schakfskäse und Frischkäse im Verhältnis 1:1, aber ich kann mir hier jegliche Käsevarianten vorstellen, je nachdem wo die Vorlieben bestehen, ich würde sie z.B. auch mal gerne mit Ziegenkäse füllen!


Nett fand ich die Idee, ein paar Schnitllauchhalme so in die Croissants einzuarbeiten, dass sie herausschauen, passend zu dem gerade laufenden Blogevent Schnittlauch vom Gärtnerblog.

Garten-Koch-Event März 2012: Schnittlauch  [31.03.2012]

Sie schmecken warm aus dem Ofen, aber auch sehr gut kalt, pur, mit Marmelade bestrichen oder als Beilage zu Salat oder Suppe.


Zutaten
  • 1 Rolle Croissantteig aus dem Kühlregal
  • 50 g Schafskäse
  • 50 g Frischkäse
  • 1 EL Milch
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1 Ei


Zubereitung

  1. Teig aus der Rolle lösen, in die gekennzeichneten Dreiecke schneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  2. Schafskäse, Frischkäse und Milch zu einer streichfähigen Paste verrühren. Ein Drittel vom Schnittlauch zur Seite legen. Den Rest in Röllchen schneiden und unter die Käsemischung rühren. Die Croissants damit bestreichen und nicht ganz aufrollen. Kurz vor Abschluss ein paar Schnittlauchhalme auf die Croissants legen und zu Ende rollen.
  3. Das Ei verquirlen und die Croissants damit bestreichen.
  4. Im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten goldbraun backen.

Mittwoch, 28. März 2012

Eine kleine Geschichte und ein Rezept aus 1001 Nacht - Orientalische Rote Linsencremesuppe

Vor langer, langer Zeit war ich ab und an glücklich geladener Gast bei einer Familie, deren Wurzeln aus dem fernen Orient stammen. Die schöne und reich beschmückte Königin mit langen, schwarzen Haaren und einem tiefroten Erdbeermund dieses Hauses beherrschte vor allem das Küchenreich, so dass nicht selten feine Gerüche von teuren Gewürzen aus weit, weit her, wie Nebelschwaden durch die Räume zogen.





Klimpernde Deckel bedeckten Töpfe mit köchelndem Lebenselexier. Die schöne Königin ließ nie etwas unversucht, um Zepter und Krone zu schwingen und ihre Untertanen mit wohltuenden Speisen zu versorgen, wobei es heißt, dass vor allem die Rote Linsensuppe selbst dem kleinsten Kamelzüchter Unsterblichkeit verlieh!


Ob dies wohl von der Linse, vom Kreuzkümmel, vom Koriander, vom Curry- oder Zimtpulver rühre, darüber streiten sich die Geister seit eh und je. Vielleicht sind es auch alle Zutaten zusammen, die den Menschen den Göttern etwas näher bringt. Aber versuchet einmal selbst!



Zutaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL frischer Ingwer
  • 2 Kartoffeln
  • 30 g Butter
  • 1 TL gem. Kreuzkümmel
  • 2 TL gem. Koriander
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Currypulver
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 250 g rote Linsen
  • 30 g Tomatenmark
  • 100 ml Sahne
  • 80 g Joghurt
  • etwas Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer und Zimt aus der Mühle
  • frischer Koriander


Zubereitung

  1. Zwiebel, Knoblauchzehen, Ingwer und Kartoffeln schälen und fein würfeln. Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig braten. Knoblauch, Kartoffeln und Ingwer dazu geben und 2-3 Minuten mitbraten. Kümmel, Koriander, Kurkuma, Zimt und Currypulver dazu geben, verrühren und 30 Sekunden mitbraten. Mit der Brühe ablöschen, Linsen dazu geben und die Suppe zugedeckt 25-30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Linsen zerfallen sind.
  2. Tomatenmark in die Suppe rühren und pürieren. Sahne und Joghurt dazu geben und noch ein mal kurz durchmixen. Falls dir Suppe zu dickflüssig ist, noch etwas Brühe dazu geben.
  3. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Gegebenfalls mit den Gewürzen nachwürzen.
  4. Vom Herd nehmen, Zitronensaft und Koriander einrühren, mit Zimt bestreuen und servieren.